Wie ich zum Bikram-Yoga kam!

Yoga kommt zwar aus Indien, doch Amerika hat Yoga zum Trend gemacht und an die westlichen Verhältnisse zum großen Teil angepasst. Da mein Mann und ich im Mai/Juni unseren Urlaub in Arizona und Kalifornien verbracht haben, wollten wir uns unbedingt selbst ein Bild vom „amerikanischen“ Yoga machen.

Wir haben aus dem Internet ein Yoga-Studio in der Nähe herausgesucht und uns für einen Kurs entschieden. Neugierig und motiviert haben wir uns auf den Weg gemacht.

Wir sind rechtzeitig angekommen, so dass wir noch genug Zeit hatten uns umzuziehen und die Atmosphäre des Studios kennenzulernen. Die Menschen die uns begrüßten, waren sehr nett und hilfsbereit. Im Gegensatz zu Deutschland, muss sich jeder Yogi vor der Stunde in eine Liste eintragen, wahrscheinlich aus versicherungstechnischen Gründen. Mein Mann und ich wollen uns also in die Liste eintragen; wir hatten uns für einen Kurs „Level 1-2“ entschieden. Auf der Liste die vor uns lag, stand allerdings „heated“, das bedeutet hier wohl Bikram-Yoga? Hier lag wohl ein Missverständnis vor. Das Mädel an der Rezeption sagte uns, dass die Level 1-2-Class schon seit einer halben Stunde läuft und jetzt ein „heated“ Kurs, also Bikram-Yoga anfängt. Mein Mann und ich schauten uns mit großen Augen an und überlegten, ob wir das Wagnis eingehen und uns dieser Herausforderungen stellen sollten. Nach kurzem Zögern entschieden wir uns für „JA“. Ich war ganz schön aufgeregt.

Als ich in den Raum kam, hatte dieser schon 99°F. Das sind ca. 37° Grad. Als ich meine Matte ausgerollt hatte und mich auf das Handtuch setzte, liefen mir schon die ersten Schweißtropfen den Rücken herunter. Ich dachte nur:“ Ob mein Kreislauf bei Bikram durchhält, wenn ich jetzt 5 Sonnengrüße machen soll, kippe ich um?“

Die Hitze wurde von 4 Heizgeräten generiert und diese wurden von 3 Ventilatoren gleichmäßig im Raum verteilt, so dass wir alle in den Genuss der Wärme kamen, ganz gleich wo im Raum man auch war. Der Kurs wurde von einem Mann namens Josh geleitet. Mit seiner ruhigen und tiefen Stimme bat er uns erstmal hinzulegen. Das tat gut und durch die Wärme waren meine Muskeln total entspannt und weich.

Yoga-Lehrer-Josh Sukablur

Dann ging es ganz vorsichtig und langsam los indem wir die Beine gedehnt haben. Diese Übungen haben wir dann im Stehen in verschiedenen Variationen von leicht bis schwieriger wiederholt. Danach folgten noch einige Balanceübungen und Brustöffner.

Josh hat immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich nicht überfordern soll und sich aber auch nicht unterfordern soll. Jeder konnte dank der vielen Variationsmöglichkeiten die er anbot, das maximale aus dieser Yoga-Class für sich rausholen.

Josh hat zwar hier und da mal die Tür und das Fenster aufgemacht, doch diesmal ist das Thermometer sogar auf 102°F (39° Grad) angestiegen. Die Temperaturen hatten schon richtige Saunaqualität. Mein Shirt war innerhalb der ersten 30 Minuten komplett nass und meine Hose klebte an mir. Der Schweiß rann mir nur so von Stirn, Beinen und sogar von den Armen. Ich fühlte mich dennoch gut und allein der Gedanke daran, was ich nun alles ausschwitzte zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen.

Ich fühlte mich erstaunlich gut und mein Kreislauf hat auch nicht schlapp gemacht. Das einzige was mein Kreislauf nicht mochte war das Kamel. Hier konnte ich den Kopf nicht weit zurück nehmen, da mir schwindelig wurde. Die Zeit verging wie im Fluge und schon lagen wir alle durchgeschwitzt aber glücklich in Savasana und entspannten uns.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir uns in der Zeit geirrt hatten und in der „heated“-Class beim Bikram-Yoga gelandet sind. Es hat uns nämlich so viel Spaß gemacht, dass wir 2 Tage später direkt wieder einen Kurs besucht haben.

Ich kann nur jedem empfehlen alles auszuprobieren, was sich einem bietet.

In diesem Sinne

Namasté
Diana

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1 Antwort
  1. Sonja
    Sonja says:

    Hallo Diana!
    Danke für diesen Erlebnisbericht! Im Sommer mach ich Yoga auf unserem Balkon. Das ist ähnlich + UV Strahlung ist die Dehnbarkeit bei mir höher als im Winter. Im Haman wäre auch nett, leider gibt es da gerne Spanner vor der Glastüre
    Lichtvolle Grüsse
    Sonja

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