Archiv: Juli 2009

Jul 172009

Buch-noch eine Runde auf dem Karussell-Tiziano TerzaniRespektvoll lag es vor mir, das 732-seitige Werk von Tiziano Terzani, Noch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben

„Puh, dachte ich, das dauert eine Weile bis ich das gelesen habe.“ Doch die wahre Geschichte des mit 59 Jahren an Krebs erkrankten Spiegel-Journalisten und bewegte mich so sehr, dass ich dieses Buch in kurzer Zeit verschlang.

Tiziano Terzani machte sich nach seiner OP inkl. Chemotherapie in einer New Yorker Spezialklinik auf eine lange Reise nach Asien, um ein alternatives Heilmittel gegen Krebs zu finden. Er hat fast nichts unversucht gelassen und alles neugierig ausprobiert was ihm auf seinem Weg begegnet ist von Qi-Gong und Reiki über Homöopathie, Yoga und Ayurveda, um nur einige Wenige zu nennen, um seinen Körper und Geist zu reinigen. Er traf eine Menge interessanter Menschen und lebte zuletzt in der Abgeschiedenheit des Himalayas in einer kleinen Hütte.

Er beschreibt seine Erlebnisse auf humorvolle und offene, fast neugierige Art und begegnet allem mit aufmerksamem aber kritischem Geist.

Er suchte nach alternativen Heilmethoden und fand auf seiner Reise zu sich selbst.

Wer mit Terzani auf die Reise geht, wird durch die vielen Erzählungen und Zitate aus der spirituellen und östlichen Kultur zum Nachdenken angeregt.

Die Erkenntnis, dass man sein Leben erst dann wirklich schätzt, wenn man krank wird und sich von allem unnötigen Ballast befreit, ist eine schmerzhafte aber wahre Erfahrung. Eine Krankheit ist auch immer eine Chance für einen Neuanfang. Es braucht nur eine gehörige Portion Mut sich auf den Weg nach seiner wahren Existenz zu machen.

Wer denkt, dass er schon alles über Ayurveda und Yoga weiß, der sollte dieses Buch lesen. Wer nicht, erst recht ;-)

Eine tolle Urlaubslektüre für alle, die gerne über sich und das Leben nachdenken und ggf. nach einem Anstoß suchen.

Viel Spaß beim Lesen

Eure Diana

P.S. Schreibt mir doch einen Kommentar, wie euch das Buch gefallen hat.

Jul 162009

In meinem Eingangsartikel „Yoga für die Autofahrt“ hatte ich beschrieben, welche negativen Erscheinungen uns beim Autofahren immer wieder heimsuchen. Was wäre aber, wenn diese einfach durch Yoga weg blieben? Wäre das nicht herrlich?!

Ich mache gerne folgende zwei Yoga-Übungen, wenn ich an der Ampel stehe. Das bewahrt mich davor meine Nerven zu verlieren.

Probiere es doch einfach mal aus, wenn du das nächste Mal mit dem Auto unterwegs bist.

Sei präsent, im Hier und Jetzt

  • Versuche dich daran zu erinnern, wie es war, als du das erste Mal in ein Auto gestiegen bist.
  • Was empfindest du heute?
  • Schalte mal bewusst das Radio ab und nimm mal alle Geräusche in und um dein Auto war.  Was hörst du?
  • Wie riecht es im Auto?
  • Spürst du die Vibration unter dem Gaspedal?

Geh mal wieder auf Entdeckungsreise in deinem eigenen Auto. Nimm alle Eindrücke wahr, aber bewerte Sie nicht negativ. Du wirst überrascht sein, was du alles herausfindest.

Jetzt folgt noch eine Atemübung

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Jul 152009

Heute geht es um die konkreten Yoga-Übungen. Diese berücksichtigen natürlich, dass man sich auf dem Rastplatz weder auf den Boden setzen noch legen möchte, sondern werden im Stehen ausgeführt oder sogar im Auto.

Für die Pause: Dehnen und Strecken

Mit zunehmender Fahrtdauer werden wir nervöser, rutschen auch schon mal auf dem Sitz hin und her. Das ist ein ganz deutliches Zeichen für eine Pause. Gerade das Steißbein tut nach längerer Fahrt oft weh, Schultern sind verspannt und die Beine brauchen dringend etwas Bewegung, um den Blutfluss wieder in Gang zu bringen. Zusätzlich wird bei dieser Übung die Verdauung angeregt:

  • Stell dich aufrecht hin. Die Füße sind hüftbreit geöffnet. Die Knie und die Oberschenkel werden dabei leicht nach innen gedreht, Die Beine sind gestreckt.
  • Atme tief ein und nimm deine Arme gestreckt über den Kopf. Der Blick geht zu den Daumen.
  • Bei der Ausatmung beuge dich über deine Hüfte mit geradem Rücken nach vorne. Der Bauch ist dabei leicht angespannt. Lasse den Kopf und Nacken entspannt hängen. Das Steißbein zieht nach vorne. Lass die Arme seitlich vom Körper locker nach unten hängen. Wenn diese Haltung an den Kniekehlen oder Oberschenkelrückseite zu stark zieht, dann beuge die Beine leicht.
  • Schüttle deinen Kopf vorsichtig zu einem “Ja-ja-ja” und dann zu einem “Nein-nein-nein”, um ihn noch besser zu lockern.
  • Bei jeder Ausatmung versuche nun den Kopf noch lockerer zu lassen und etwas tiefer und näher an die Knie zu bekommen. Es kommt nicht darauf an, wie weit du mit den Händen zum Boden kommst. Konzentriere dich nur darauf den Kopf und die Schultern zu lockern. Du kannst auch mit den Händen beide Ellenbogen anfassen. Solltest du die Beine gebeugt haben, dann versuche sie bei jeder Ausatmung etwas weiter zu strecken.
  • Halte diese Übungen mehrere Atemzüge lang. Immer tief durch die Nase ein- und ausatmen.
  • Wenn du diese Haltung verlassen möchtest, dann spanne den unteren Bauch fest an, nimm die Hände an die Taille und rolle Wirbel für Wirbel vorsichtig nach oben.

Uttanasana

Jetzt noch eine Übung für die Zeit im Auto: Der „Stau- oder Ampeltwist“

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Jul 142009

Achtung-Yoga-150

Dass die Reisezeit angefangen hat, stelle ich immer fest, wenn es plötzlich noch mehr Baustellen auf Deutschlands Autobahnen gibt als sonst und die Radiosender mehr Verkehrsnachrichten vorlesen, als sie Musik spielen.

Das ist auch die Zeit zu der ein Bundesland nach dem anderen, manchmal auch zwei gleichzeitig, den Ferienbeginn einläutet und die Blechlawinen auf den Straßen immer länger werden.

Alles was nicht niet- und nagelfest ist, wird eingepackt und dann nichts wie los. Auf der Autobahn endlich angekommen, geht dann der Stress so richtig los. Die Kinder haben Hunger oder müssen aufs Klo und die ewige Frage: „Mama, wann sind wir endlich da?“ nicht zu vergessen.

Die Nerven liegen schon nach kürzester Zeit blank. Kaum das Stauende erreicht, wird nun versucht das Gaspedal bei jeder Gelegenheit bis zum Bodenblech durchzudrücken und jede Lücke auf der Nebenfahrbahn zum Überholen genutzt, um die verloren gegangene Zeit wieder aufzuholen.

Übrigens: Studien haben belegt, dass das ständige und hektische Spurwechseln eigentlich gar nichts bringt, lediglich die Unfallgefahr erhöht sich um ein Vielfaches. Vom körperlichen Stress mal ganz abgesehen.

In dieser Ausnahmesituation gilt es nun einen klaren Kopf zu behalten und sich von Nichts und Niemanden aus der Ruhe bringen zu lassen. Letztendlich bringt es auch wenig, sich jegliche Pause zu verkneifen, da man am Ziel seiner Reise nur noch müder und abgespannter ist.

Vielmehr möchte ich alle Fahrer und Beifahrer animieren, öfter eine Pause zu machen und sich mit einigen einfachen aber effektiven Yoga-Übungen wieder zu entspannen.

Lest morgen mehr, mit welchen Yoga-Übungen ihr besser und entspannter ans Ziel kommt.

Jul 112009

Jetzt erstrahlt mein Yoga-Blog in neuem Glanz und ich bin total Stolz. Es ist vielleicht noch nicht alles so perfekt, wie es mal sein soll, doch die wichtigsten Dinge funktionieren und der Rest kommt nach und nach. Ihr dürft gespannt sein, was es noch alles geben wird.

Die Überschrift des heutigen Yoga-Artikels heißt Dankbarkeit. Ich habe deshalb Dankbarkeit gewählt, weil es nicht nur im Yoga einen sehr großen Stellenwert hat, sondern weil „Danke sagen“ leider häufig in Vergessenheit gerät.

Hilfe und Unterstützung wird als selbstverständlich hingenommen, weil der andere es ja gerne getan hat, zumindest hat er das gesagt oder er wurde für seine Tätigkeit womöglich entlohnt.

Doch darum geht es mir aber nicht. Dankbarkeit ist eine Form der Wertschätzung der anderen Person gegenüber und der eigenen Demut. So kann man die eigene Freude mit anderen teilen und sie dadurch verdoppeln.

Mein besonderer Dank gilt meinem Mann Marco, den ich über alles Liebe. Er glaubt immer an mich und hat mich von Anfang an in meiner Idee bestärkt.

Ich möchte mich noch bei allen tief verneigen und meine Dankbarkeit ausdrücken, die mich bei der Realisierung meines Yoga-Blogs tatkräftig unterstützt haben. Vor allem aber bei Arndt und Ralf für Technik und Grafik und Jessica meiner Yogalehrerin und inzwischen auch Freundin!

Namasté
Eure Diana

Jul 062009

Buddha-Brunnen-150Ich hoffe ihr habt auch so ein wunderbar sonniges Wochenende verlebt wie wir hier im Norden.

Heute Morgen habe ich ein sehr schönes Zitat gelesen, dass ich gerne mit euch teilen möchte.

“Wer nach außen schaut träumt, wer nach innen blickt, erwacht.”
(Carl Gustav Jung)

Nehmt euch doch ein paar Minuten Zeit und kehrt eure Sinne nach innen.

Schreibt doch einen Kommentar und erzählt den anderen und mir von euren Erlebnissen beim Blick nach innen.

Schönen Wochenstart
Eure Diana

Jul 032009

Als ich gerade auf unser Thermometer geschaut habe, zeigte es mir 31,8° im Schatten an. Zu meiner Schulzeit bedeutete dies immer Hitzefrei, juchu.

Wer denkt bei dieser Wärme jetzt als erstes an Yoga? Bei diesen Temperaturen fällt es vielen schon schwer sich normal zu bewegen. Sei es von der U-Bahn ins Büro oder vom Auto wieder zurück nach Hause. Wir fühlen uns erschöpft, haben Kopfschmerzen und evtl. Schwindelgefühle, weil der Kreislauf schlapp macht.

Oft liegt es aber einfach daran, dass wir zu wenig trinken. Der Körper braucht regelmäßig Flüssigkeit, um sie in Schweiß zu verwandeln und die Haut damit zu kühlen. Daher ist es besonders wichtig im Sommer mindestens 2 Liter Wasser, am besten still, zu trinken.

Wer dennoch nicht auf Yoga oder anderen Sport verzichten möchte, sollte diesen auf die frühen Morgenstunden oder auf die Abendstunden legen. Da lässt es sich besser aushalten. Danach braucht der Körper noch mehr Flüssigkeit, da er durch den Sport jede Menge ausgeschwitzt hat und Mineralien verloren hat. Also Trinken hinterher nicht vergessen!

Das Thema Achtsamkeit ist jetzt noch wichtiger als sonst beim Yoga. Gehe behutsam mit dir selbst um und sei barmherzig. Sobald du feststellst, dass dir schwindelig oder gar übel wird, unterbreche bitte unmittelbar aber vorsichtig die Pose und lege dich in die Kindshaltung (Balasana) und atme tief und ruhig. Bleibe solange in dieser Ruhepose liegen, bis es dir wieder besser geht.

Yoga-Übung Balasana-Kindshaltung

Einen tollen Sommer wünscht euch
Eure Diana

Jul 022009

Heute Morgen fiel mir siedendheiß ein, dass ich euch ja noch gar nicht von dem genialen Workshop mit David Lurey berichtet habe.

Kaum war ich aus dem Urlaub zurück, zog es mich am 20. Juni zu einem 3stündigen „Vinyasa Experience“ Workshop nach Hamburg. Gehalten von dem internationalen Gastlehrer David Lurey aus San Francisco.

Meine Freundin Jessi hatte mir schon ganz lange von ihm vorgeschwärmt, was für ein toller Lehrer er doch sei. Bei so viel Lob bin ich manchmal etwas skeptisch, doch ich wurde in keinster Weise enttäuscht, ganz im Gegenteil.

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Jul 012009

Wer kennt das nicht, zwei Partner unterhalten sich und plötzlich bricht aus heiterem Himmel ein Streit aus. Meistens handelt es sich um eine Lapalie oder einfach nur um ein Missverständnis, weil der andere etwas ganz anders verstanden hat als man selbst gemeint hat oder umgekehrt. Solche Szenen werden sich nie ganz vermeiden lassen.

Die Situation ist nun verfahren. Beide Seiten sind sauer und im schlechtesten Fall kann zu dieser Zeit auch keine Einigung erzielt werden. Es ist womöglich schon spät geworden und beide gehen missgelaunt zu Bett. Eine ganz und gar unangenehme Situation, passiert aber immer mal wieder.

Männer können damit meist besser umgehen als Frauen. Sie legen sich ins Bett und schlafen in Nullkommanix ein, während wir Frauen noch stundenlang wach liegen und den Streit nochmal von allen Seiten durchgrübeln. Emotionen kommen wieder hoch, sei es Wut oder Enttäuschung. Fakt ist, dass man seinem Körper damit keinen Gefallen tut und das Problem leider in diesem Moment nicht lösen kann.

Streit-im-Bett-klein


Was kann Yoga in so einer Situation für dich tun?

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