Archiv: Januar 2010

Jan 292010

Zu einem beschwingten Einstieg ins Wochenende präsentiere ich euch heute mal wieder Lustiges aus der Welt des Yoga.
Diesmal, wie man sein Haustier in die Meditation integrieren kann ;-)

…keine Angst, die “Aktion-Sequenzen” wurden natürlich nicht mit einer echten Katze gedreht, sondern mit einer “falschen Katze” aus Kunstfell, andernfalls würde ich es euch nicht zeigen.

Bitte macht dies nicht mit euren Haustieren nach!

Ansonsten viel Spaß dabei
Eure Diana

Jan 282010

Bist du während der Yoga-Stunde immer ganz bei dir und auf deiner Matte oder schielst du schon mal heimlich nach nebenan zu einem fortgeschrittenen Yogi? Oder hast du schon mal staunend Bilder in Yoga-Magazinen gesehen und gedacht: “Das schaffe ich nie!“ oder „Das traue ich mich nicht!“

Da bist du nicht allein! Mir ging das am Anfang ganz genauso. Bewundernd habe ich mich mehr auf alles andere konzentriert als auf mich. Dann wundert es auch gar nicht, wenn ich damals immer schwankend im Baum (Vrksasana) stand.

Manchmal schlägt die Bewunderung aber auch in Neid oder gar Unmotivation um. Man fühlt sich überfordert, alles erscheint unerreichbar zu sein oder man glaubt man sei „kein guter Yogi“, auch wenn es das gar nicht gibt!

Statt dich auf deine eigenen Schwächen zu konzentrieren, versuche dich vielmehr auf die Möglichkeiten deiner Yoga-Praxis zu konzentrieren. Vielleicht weniger auf der körperlichen als auf der geistigen Ebene.Mantra-Om-200

Und glaube mir, dass kaum jemand mit Leichtigkeit in der ersten Yoga-Stunde den Spagat (Hanumanasana), den freien Kopfstand (Salamba Sirsasana) oder den Kranich (Bakasana) geschafft hat. Schritt für Schritt kann aber jeder seine Flexibilität steigern und auch die nötige Kraft entwickeln, die diese Yoga Übungen benötigen.

Und vergiss nicht! Es gehört unglaublich viel innere Stärke dazu, sich in die Kindshaltung (Balasana) zu legen, um kurz auszuruhen. Nur Wenige nehmen davon Gebrauch, sich jederzeit in diese Entspannungshaltung zu legen. Es ist nicht das Ziel, dich wie eine Nudel verdrehen zu können. Vielmehr geht es darum, dass du achtsam mit dir umgehst, deine Grenzen wahr nimmst und aus jeder Yoga-Stunde etwas über dich lernst.

Namasté
Eure Diana

Jan 272010

Das Yoga gut für Körper und Geist ist und das allgemeine Wohlbefinden steigert wissen alle. Sogar die, die noch gar kein Yoga machen. Warum eigentlich?

Hinweise gibt die neue US-Studie “Stress, Inflammation, and Yoga Practice” der Ohio State University, die im “Psychosomatic Medicine” (wissenschaftliches Journal) erschienen ist.
Die Studie konnte belegen, dass Yoga entzündliche Reaktionen bei Stress minimiert und positiv beeinflusst, sprich das Entzündungsrisiko herabsetzt.

Festgestellt wurde das im Blut von 50 Test-Kandidatinnen, im Alter von durchschnittlich 41 Jahren. Die zwei Gruppen: Yoga Anfänger und fortgeschrittene Yoginis, die mind. 2x pro Woche Yoga üben wurden in 3 Sitzungen getestet. Sie mussten neben Yoga auch schriftlichen Aufgaben erfüllen, wurden mit Stress konfrontiert oder auch Kälte ausgesetzt.

So hatten die Anfänger einen 41% höheren Anteil an Interleukin (IL-6) und 4,75-mal so hohes C-reaktives Protein (CRP) als diejenigen, die bereits seit 2 Jahren regelmäßig Yoga machten.
Der Imunbotenstoff IL-6 ist maßgeblich an der Entstehung von Entzündungen im Körper verantwortlich. Auch Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes oder Gelenksentzündungen werden damit in Zusammenhang gebracht. Bei der Entstehung von Krankheiten spielen Entzündungen eine große Rolle.

Laut Forschungsergebnis, dämpft regelmäßiges Yoga stressbedingte Veränderungen, bzw. grenzt diese ein. Das hat erhebliche gesundheitliche Vorteile.

Nähere Infos zu der Studie, findest du unter: www.psychosomaticmedicine.org

Na wenn das nicht noch die letzten Zweifler überzeugt? ;-)

Eine schöne Restwoche wünscht euch
Eure Diana

Jan 262010

Am Sonntag war ich bei einem Atem- und Meditationsworkshop in Hamburg bei Power Yoga Germany. Draußen war es -9,5°C und ich war so gar nicht motiviert, mich auf den Weg zu machen – doch es hat sich gelohnt. Hinterher war ich herrlich relaxt.

Dieser Workshop war gleichermaßen für Yoga Anfänger und Fortgeschrittene. Die vorgestellten Atemübungen waren mir daher schon bekannt. Doch durch die Hintergrundinformationen und das intensive Üben habe ich noch Einiges gelernt.

Zuerst haben wir unser auf eine gleichmäßige Atmung konzentriert, schön bequem im Liegen. Dabei haben wir unsere Ein- und Ausatmung gleichmäßig verlängert. Das hat schon sehr beruhigt und meinen Blutdruck gesenkt.

Dann übten wir den „siegreichen Atem“, Ujjayi. Bei dieser Atemtechnik erzeugt man durch eine Verengung der Stimmritze ein schönes Ozeanrauschen. Sehr zu empfehlen gegen Asthma und bei niedrigem Blutdruck. Anleitung: Artikel vom 22.06.2009.

Weiter ging es mit Kapalabhati, dem Feueratem oder auch „leuchtender Schädel“ genannt. Die für mich schwierigste Atemübung. Wir fingen ganz langsam mit 10 Zählern an und haben uns dann bis auf 2x 100 gesteigert. Die ersten 3 Runden waren noch easy, doch dann wurde es auch für mich recht schwierig. Über 40 habe ich bisher nicht gezählt und fing prompt mit einer Schnappatmung an und kam total raus. Vor den 100 hatte ich dementsprechend Respekt, doch es lief ganz gut. Außer, dass mir meine Bauchmuskeln langsam schlapp machten. Die erneute Schnappatmung habe ich ignoriert und machte einfach langsamer weiter.

Ich möchte diese Atemübung an dieser Stelle nicht weiter vertiefen, da sie unter dem Beisein eines erfahrenen Yogalehrers angeleitet werden sollte.

Die letzte Atemübung war Nadi Shodana, die Wechselatmung, die ich euch in meinem Artikel vom 26.10.2009 vorgestellt habe. Toll für das Nervensystem und Blut reinigend.

Danach haben wir noch 15 Minuten meditiert und schon war der Workshop zu Ende.

Es müssen nicht immer anstrengende Asanas (Yoga Übungen) sein, manchmal ist weniger einfach mehr. Und gerade mit Pranayama Übungen kann man prima seine Stressfaktoren reduzieren.

Einen schönen Dienstag
Eure Diana

Jan 252010

Schlägt dir das Wetter auch auf’s Gemüt? Ich mag gar nicht mehr rausgehen. Der Winter scheint diesmal kein Ende zu nehmen. Gerade für Menschen, die sehr wetterfühlig sind, ist es eine harte Zeit. Der ewig graue Himmel sorgt dafür, dass wir schneller traurig, depressiv oder gereizt sind und unter Stimmungsschwankungen leiden. Das liegt daran, dass uns das Sonnenlicht fehlt.

Gerade in dieser Zeit steigt der Umsatz an Antidepressiva um ein Vielfaches an.

ABER: Mit gezielten Yoga Übungen kann man seiner trübeseligen Stimmung ein Schnippchen schlagen, eine natürliche und gesunde Alternative.

Um meine Stimmung zu heben, mache ich gerne Rückbeugen und Umkehrhaltungen, z.B. Viparita Karani. Vorher 2 – 3 Sonnengrüße zum Aufwärmen und die Welt sieht gleich ganz anders aus.

Viparita Karani (Beine an die Wand legen), ist eine tolle Umkehrhaltung, die prima für Yoga Anfänger geeignet ist.

Yoga Übung - Viparita Karani

So geht’s:

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Jan 222010

Da auch ich seit Weihnachten eine Yantramatte habe, möchte ich euch von meinen Erfahrungen berichten.

Yantramatte-unterwegs

Mit der Farbe purpur wurde genau mein Geschmack getroffen. Toll, finde ich, dass sie in einer Tasche geliefert wird. So kann ich meine Matte eingerollt prima verstauen oder auch ganz einfach überall mitnehmen.

Allerdings hat sie ihren Platz schon fest im Wohnzimmer eingenommen, wo sie abwechselnd von meinem Mann und mir genutzt wird. Denn inzwischen hat auch er schon Gefallen gefunden.

Als ich die Plastikrosetten meiner Yantramatte das erste Mal angefasst habe, war ich dann doch skeptisch, da sie ganz schön pieksen. Aber von Neugierde gepackt, habe ich mich langsam rangetastet.

Inzwischen nutze ich sie fast täglich als Antistress-Programm. Das nenn ich Entspannung der einfachen Art: einfach drauflegen und relaxen. Von den vielen Möglichkeiten (Rücken, Bauch, Kiefer, Gesäß,…), die man mit der Yantramatte hat, ist dieses meine Lieblingsposition:

Yantramatte

Wenn ich in meinen Schultern eine Verspannung spüre, sich Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen ankündigen, dann lege ich mich gleich für 10 Minuten oder länger auf mein „modernes Nagelbett“ und fühle mich danach herrlich entspannt und erfrischt. Die Intensität kann man individuell steuern, indem man sich entweder direkt mit der Haut auf die Matte legt, mit einem dünnen T-Shirt oder auch dicker, so wie es sich am besten anfühlt. Ich lege mich am liebsten direkt auf die Plastikrosetten.

Ich kann die Yantramatte nur Jedem empfehlen, der öfter Probleme mit Kopf-, Nacken oder Rückenschmerzen hat. Es gibt sie in zwei Farben (grün und purpur) und in zwei  Yantramatten_150Größen M (49,95€) und L (59,95€). Ich habe Größe L (11.500 Pyramidenspitzen) und bin damit sehr zufrieden. So kann ich neben dem Kopf gleichzeitig auch etwas für den Rücken tun. Wer möchte, kann sie an den beiden Ösen an die Wand hängen und das Yantra-Symbol auf der Rückseite zur Meditation nutzen.

Übrigens: Das Yantramatten-Prinzip ist zum Patent angemeldet!

Gute Entspannung
Eure Diana

Bildmaterial: Bild 1+2 ©Diana-Yoga, Bild 3 ©Eugen Sommer

Jan 212010

Fortgeschrittene Schüler wollen ihr Wissen erweitern und suchen nach neuen Herausforderungen. Viele möchten ihre eigenen Grenzen der Erfahrung von Körper und Geist erreichen.

Yoga Sutra von Patanjali in der Übersetzung von R. Sriram , Theseus-Verlag, 2006 (24,95€)

Das-YogasutraDas Yoga-Sutra ist das grundlegende Lehrbuch der klassischen Yoga-Philosophie, die von Patanjali im zweiten oder dritten Jahrhundert zusammengestellt wurde.

Die Sutren von Patanjali werden ins Deutsche übersetzt und erläutert. Dennoch ist es am Anfang nicht gerade einfach zu verstehen und erschließt sich erst nach mehrmaligem Lesen.

Yoga-Anatomie von Leslie Kaminoff, riva-Verlag, 2008 (22,00€)

Yoga-AnatomieJede Yoga-Übung bewirkt eine Aktivierung auf unterschiedliche Muskelgruppen, Gelenke sowie innere Organe. Blickt man in das Buch Yoga-Anatomie erinnert vieles an die bekannte Ausstellung „Körperwelten“. Die wichtigsten Yoga-Übungen werden durch detailgetreue Illustrationen in verschiedenen Perspektiven von z.B. Muskeln, Sehnen und dem Skelett dargestellt und erklärt. Welche Fehler beim Üben zu vermeiden sind und Hintergründe führen zu einem tiefen Verständnis der Wirkungsweise von Yoga.

Die Kunst des Lebens: Vipassana-Meditation von Wiliam Hart, dtv, 2006 (8,90€)

Vipassana-Meditation-Buch

Ein Buch, das die Meditation nach der Lehre Buddhas beschreibt. Vipassana, bedeutet „Einsicht“. Es wird geschildert wie man mit Hilfe der Meditation inneren Frieden und Harmonie finden kann, um so auch anderen das Leben damit zu bereichern. Mit dem Ziel, dass alle Wesen Glück empfinden. Sich von alten Konditionierungen frei machen, durch Selbstbeobachtung, um uns gleichmütig und bewertungsfrei der Umwelt zu stellen.

Ich hoffe, dass ihr euch nun im Dschungel der Yoga-Bücher besser zurecht findet und mindestens ein Buch gefunden habt, dass euch interessiert.
Eure Diana

Jan 202010

Die Bücher für die schon etwas geübten Yogis gehen schon mehr in die Tiefe. Sie sind auf dem Grundverständnis für Yoga aufgebaut und haben einen breiteren historischen und philosophischen Kontext für die Yoga-Praxis. Leider sind sehr viele gute Bücher aus Amerika und daher in englisch geschrieben. Doch wenn man wie ich, seine anfängliche Scheu abgelegt hat, liest man sich schnell ein. Genieße die Bücher, manche wecken auch erst nach mehrmaligem Lesen spannende Erkenntnisse ;-)

The Heart of Yoga: Developing a Personal Practice von T.K.V. Desikachar, Inner Traditions, 1995 (14,05€)

The-Heart-of-YogaDesikachar und Iyengar zählen zu den einflussreichsten Lehrern des zwanzigsten Jahrhunderts. In diesem englischen Buch, wie der Titel unschwer erkennen lässt, erhält man eigentlich 3 Bücher in einem: ein praktischer Leitfaden für die eigene Yoga-Practice inkl. Atmung und Bandhas, ein kommentiertes Interview zur klassischen Yoga-Philosophie, sowie eine gute Einführung in Patanjalis Yogasutra, den grundlegenden Yoga-Text.

Yoga & Vegetarianism von Sharon Gannon, Mandala, 2008 (10,47€)

Yoga-and-VegetarianismSharon hat, seit einem einschneidenden Erlebnis als Kind, eine sehr enge Beziehung zu allen Tieren. Ganz gleich ob gefährlich oder eklig. In Yoga & Vegetarianism erklärt sie auf anschauliche Weise, wie die physische und spirituelle Praxis des Yoga historisch und strukturell zu einem vegetarischen Lebensstil führt. Sie betont die Bedeutung der Kenntnis des „Ahimsa“, der Gewaltlosigkeit. Gestützt auf umfangreiche Untersuchungen werden Beispiele gezeigt, dass man als Vegetarier einen erheblich Beitrag für den Umweltschutz leistet. Ob man nach dem Buch allerdings Vegetarier wird, bleibt dennoch jedem selbst überlassen.

Jivamukti-Yoga: Practices for Liberating Body and Soul von Sharon Gannon & David Life, Ballantine, 2002 (13,95€)

Jivamukti-Yoga

Die Gründer des Jivamukti -Yoga Sharon Gannon und David Life präsentieren, wie sie diese Yoga-Richtung entwickelt haben. Jivamukti-Yoga, die “Befreiung der Seele”. Basierend auf den Ursprüngen der Praktiken und alten Traditionen die in den alten heiligen Yoga-Texte beschrieben wurden.

Mit stetiger Praxis entfaltet sich die geistige Kraft, die frei wird, wenn die Energie durch den ganzen Geist und Körper fließt. Dies wird in anschaulichen Bildern und anhand von konkreten fließenden Yoga-Haltungen erklärt.

Morgen folgt der dritte und letzte Teil der Yoga-Bücher, dann für fortgeschrittene Yogis und alle die es werden wollen.
Eure Diana


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