Das 5. Chakra – Kehlkopf-Chakra oder Vishudda-Chakra

Vishudda-Chakra

Übersetzt bedeutet Vishudda rein, also das Gegenteil von Gift.

Die Farbe des Kehlkopf-Chakra ist blau. Was sich dahinter verbirgt, zeigt diese interessante Geschichte: Gott Shiva, der ebenfalls meist mit blauem Kopf dargestellt wird, hat in einem Zeitalter wo die ganze Welt vergiftet war, dieses Gift (Hala) getrunken. Doch er hat es nicht komplett geschluckt, was auch ihn umgebracht hätte, sondern in seinem Mund/Hals aufbewahrt. Dazu hat er Jalandhara Bandha, den Kehlkopf-Verschluss gesetzt und ist dadurch zwar blau angelaufen, hat aber auch die Erde vom Gift befreit.

Auch in der Yoga-Praxis wenden wir Jalandhara Bandha ganz bewusst an, z.B. im Schulterstand (Salamba Sarvangasana) und im Pflug (Halasana). Aber auch der Fisch (Matsyasana) stimuliert das Kehlkopf-Chakra.

Das Schlüsselwort des 5. Chakra ist Kommunikation und Kreativität, denn durch die Stimulation wird die Stimme klarer und deutlicher. Der Himmelskörper, der dies unterstützt, ist der Merkur.

Die dem Vishudda-Chakra zugeordneten Organe sind die Schilddrüse und die Stimmorgane, sowie Ohren und Haut. Auch die Haut dient der Ausdrucksform nach außen und reflektiert das was wir kommunizieren oder eben nicht kommunizieren. Somit ist falsche Kommunikation oder auch Zynismus das psychologische Hindernis.

In den Stimmorganen äußert sich vor allem die Disfunktion des Chakras, z.B. häufige Halsschmerzen oder Heiserkeit, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Schuppenflechte, Zähneknirschen, Stottern, zu leise oder zu laute Stimme, Schulterverspannungen oder steifer Nacken.

Wenn wir unserem Vishudda-Chakra etwas Gutes tun wollen, dann können wir die o.g. Asanas üben oder auch chanten. Durch Singen reinigen wir den Körper und nähren das Chakra.

Der zugehörige Sinn zum Kehlkopf-Chakra ist das Hören, denn bei Kommunikation geht es nicht nur ums reden, sondern auch ums zuhören. Und Sprache dehnt sich im Raum oder Äther aus, dem Element des Chakras.

Die Beziehung, die wir zu uns selbst haben, sollte so sein, dass wir uns als heiliges Wesen ansehen. Ist alles im Gleichgewicht, sind wir mit unserer inneren Wahrheit verbunden und können dies auch mit einer angenehmen und klaren Stimme zum Ausdruck bringen.

Das Bija-Mantra ist Ham und Ham impliziert „Ha“. Reiht man ein paar Ha’s aneinander erhält man Hahahaha. Man lacht so über sich selbst und erkennt wie „idiotisch“ es ist, dass man sich nicht als heiliges Wesen anerkennt 😉

Fördert man Kinder im Alter von 7 – 12 Jahren in Themen, die Ihre Kreativität zum Ausdruck bringen, z. B. durch malen, musizieren, basteln, tanzen, singen, bewegen kann man das Kehlkopf-Chakra fördern. Aber auch Reisen oder Orte außerhalb des normalen Radius gibt dem Kind ganz viel Inspiration.

Bis zur nächsten Woche und dem Ajna-Chakra
Deine Diana

Bildmaterial: ©Anastasia Popova@fotolia.com

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1 Antwort
  1. Günther Schwiderski
    Günther Schwiderski says:

    Bin ein wendiger Mensch der seinen Zynismus verlassen muss; Hatte das Standbein in sektenaehnlichen Yoga.
    Es freut mich für die jetzt gültigen Verhältnisse den brauchbaren Diana Yoga kennenlernen zu dürfen.

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