Die sechste Stufe des 8-gliedrigen Pfads: Dharana

DharanaPatanjali widmet das gesamte 3. Kapitel (Vibhuti-Pada -, Abschnitt über besondere Fähigkeiten) den letzten 3 Stufen des Yogawegs: Dharana, Dhyana und Samadhi. Diese werden auch zusammengefasst als Samyama (die Versenkung) bezeichnet.

Wie uns jede Stufe des Yogawegs auf die nächste vorbereitet, so schafft die regelmäßige Praxis von Pratyahara die richtige Einstellung für Dharana, die volle Konzentration auf eine Sache. Pratyahara entlastet und befreit uns von den Reizen von außen, so dass wir unsere Aufmerksamkeit jetzt nur noch auf einen einzigen Punkt konzentrieren können. Keine leichte Aufgabe! Aber die längere Konzentration (Dharana) kann durchaus auch zur Meditation (Dhyana) führen.

Was passiert bei Dharana?

Laut Patanjali in Yoga-Sutra 3.1 verbindet sich unser Bewusstsein mit einem einzigen Thema. Es entsteht eine tiefe und ungeteilte Aufmerksamkeit. D.h. unser Denkprozess verlangsamt sich, durch bloße Konzentration auf ein einziges Objekt, z.B. ein Yantra, das Bild einer Gottheit oder die stille Wiederholung des Om’s.

Was ist der Vorteil, wenn wir Dharana beherrschen?
Einen oder mehrere Momente in Dharana zu sein, hat jeder sicherlich schon mehrfach erlebt. Meistens allerdings unbewusst. Es ist das komplette Abdriften und Eintauchen in eine Sache, z.B. den Sonnenuntergang zu beobachten oder dem Lieblingshobby nachzugehen und dabei alles um sich herum zu vergessen. Du „wachst erst auf“, wenn man Dich mehrfach laut anspricht.

In diesen Momenten gibt es keine Ängste, keine Konflikte und keine Unterscheidung zwischen Gut und Böse, sondern vielmehr Harmonie, grenzenlose Freude und Frieden, denn Handeln und Denken sind zu einer Sache verschmolzen.

Wie schön wäre es, dies immer erleben zu können! Was war Dein schönster Moment, indem Du komplett versunken bist? Schreib doch einen Kommentar.

Namasté
Deine Diana

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1 Antwort
  1. Anke
    Anke says:

    Das letzte Mal dass ich so ganz in den Moment versunken war und mich nix weiter um mich herum interessiert hat? Das war Anfang März, als Tanja Askani mich mit zu ihren Polarwölfen genommen hat – absolut beeindruckend so Auge in Auge im ganz intensiven Kontakt zu diesen faszinierende Tieren.
    Und auf meine noch ganz neue Erfahrung mit Yoga bezogen, bin ich jeden Donnertag erstaunt wie schnell meine Welt auf die Größe einer Yogamatte schrumpfen kann, wenn ich in Deinem Power-Yoga-Kurs bin.
    LG Anke

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