Die vierte Stufe des 8-gliedrigen Pfads: Pranayama

Pranayama

Pranayama, die vierte Stufe auf dem 8-gliedrigen Pfad des Yoga auf dem Weg zur Erleuchtung (Samadhi).

Allgemein wird Pranayama als „Atemkontrolle“ übersetzt mit dem Ziel die Steuerung über den Atem zu gelangen. Über die Steuerung, kann man den Atem so leiten, dass wieder eine Verbindung zwischen Atem, Geist und Emotionen besteht.

Pranayama steht auch für die „Lebenskraft“ oder „Lebensenergie“.

Gezielte Atmung verjüngt nicht nur den Körper, sondern lässt uns auch länger leben, wenn man den alten Yogis Glauben schenkt. Klingt aber auch mehr als logisch, wenn es gelingt Sauerstoff an die Stellen zu lenken, die ihn gerade am dringendsten brauchen. Eine tiefe Bauchatmung z.B. massiert den Darm und fördert somit den Verdauungsprozess.

Pranayama kann als isolierte Technik geübt werden. Das heißt, Du setzt Dich aufrecht hin und machst eine Reihe von Atemübungen, z.B. die Ujjayi-Atmung oder die Wechselatmung (Nadi Shodana).

Oder Du verbindest Pranayama mit Deiner regelmäßigen Yoga-Praxis. Laut B.K.S. Iyengar bereiten Dich die Asanas auf Pranayama vor und Pranayama auf die Meditation. Regelmäßiges Üben fördert die Konzentration, steigert Dein Leistungsvermögen und kann sogar Dein Lungenvolumen um ein Vielfaches vergrößern.

Wusstest Du, dass die gleiche Länge von Einatmung und Ausatmung Körper und Geist beruhigen?
Warum ist das so?
Die Menge Sauerstoff, die mit der Einatmung den Körper mit Energie versorgt ist im gleichen Verhältnis zu der Menge Kohlendioxid, die bei der Ausatmung wieder aus dem Körper hinausströmt. Es entsteht ein Gleichgewicht. Atmet man nicht richtig aus, bleibt Kohlendioxid in der Lunge zurück und bei der nächsten Einatmung kann weniger Sauerstoff aufgenommen werden.

Es lohnt sich also, sich auch außerhalb der Yoga-Praxis immer mal wieder seines Atems bewusst zu werden. Eine tiefe Einatmung lässt die Müdigkeit verschwinden und eine tiefe Ausatmung beruhigt und reduziert Stress.

Om Shanti
Deine Diana

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