Welche Yoga-Übungen passen zu welcher Jahreszeit?

4-Jahreszeiten-Anne WursterMeine Antwort lautet: es kommt darauf an. Jeder hat einen ganz persönlichen Rhythmus. Nicht nur innerhalb des Jahres sondern auch innerhalb einer Woche und eines Tages. All das spielt eine Rolle bei der Auswahl der Asanas.

Für manche Leute gibt es nichts Schöneres als früh aufzustehen. Sie stehen förmlich in den Startlöchern, um den Tag zu beginnen. Ich hingegen gehöre zu den Leuten, die erstmal eine halbe Stunde brauchen, um überhaupt wach zu werden und sich geschmeidig bewegen zu können. Gehörst Du zur ersten Gruppe kannst Du mit aktiven Sonnengrüßen in den Tag starten. Gehörst Du eher zu den Morgenmuffeln, setze Dich hin und meditiere oder mache ein paar leichte Stretchingübungen, z. B. Katze/Kuh.

Hast Du auch im Winter viel Energie und gehst gerne Ski- oder Schlittschuhfahren? Oder bist Du der Typ, der jetzt an keinem Essen vorbeigehen kann und eher ein paar Pfunde ansetzt als sich zu bewegen? Beobachte wie Du drauf bist. Erkenne Deine Energiekurve, die sich jeden Tag verändern kann. Fühle in Dich hinein und Du wirst wissen, was Dir gut tut.

Yoga im Frühling:
Wenn im Frühling die Sonne wieder hinter den Wolken hervorschaut ist es Zeit für Sonnengrüße in allen Variationen. Lass Dich von den bunten Blumen inspirieren und lass Deiner Kreativität freien Lauf. Grüß die Sonne so oft Du magst und Du wirst sehen wie gut Du Dich dabei fühlst. In der Zeit des Neuanfangs, bring frischen Wind in Deine Praxis und probiere mal was Neues aus. Solltest Du ohnehin schon zu viel Energie haben, dann lass es etwas ruhiger angehen.

Yoga im Sommer:
Wenn das Thermometer die 30°Grad-Marke durchbricht, ist Dir wahrscheinlich nicht noch nach einer schweißtreibenden Praxis. Hier empfiehlt es sich mit Meditation und/oder einer Pranayama-Übung anzufangen, z.B. dem kühlenden Atem. Statt durch den Ashtanga-Sonnengruß zu springen, empfiehlt es sich zu gehen. Mach entspannte Umkehrhaltungen wie z. B. der Schulterstand oder Viparita Karani. Besonders angenehm ist es, sich vor dem Training mit einer kühlenden Lotion, den Nacken einzureiben, z.B. mit dem Jivamukti-Gel. Das löst auch gleichzeitig Verspannungen.

Yoga im Herbst:
Im Herbst zur Zeit des Erntedankfestes, steht Dankbarkeit und Erdung im Vordergrund. Die Temperaturen sind noch angenehm und der Wind ist frisch. Es bieten sich alle Arten von stehenden Haltungen, z.B. Krieger in seinen Variationen oder Dreieck und auch belebende Rückbeugen an.

Yoga im Winter:
So wie es in der Natur ruhiger und kälter wird, so verändern wir auch uns. Die Blätter sind nun schon alle von den Bäumen gefallen und spätestens nach dem ersten Schnee ist alles ganz still und leise. Denk daran, dass Du jetzt etwas mehr Zeit zum Aufwärmen brauchst, um Deine Muskulatur für die Yoga-Praxis vorzubereiten. Auch wenn Du Dich im Winter steifer fühlen solltest, versuche es nicht unter allen Umständen, sondern versuche vielmehr loszulassen und die Muskeln zu entspannen.
Wenn Du es zurückgezogen liebst, dann übe verstärkt Vorbeugen, wie Uttanasana, Paschimottanasana oder Janu Sirsana. Wenn Dich das graue Wetter ohnehin deprimiert, dann starte das Gegenprogramm mit Rückbeugen und Herzöffnern, z.B. der Bogen, Hase oder Kamel.

Ganz gleich zu welcher Jahres- oder auch Tageszeit Du übst. Nimm Dir immer ausreichend Zeit für die Tiefenentspannung (Savasana) und auch eine kurze Meditation.

Viel Spaß beim Üben
Deine Diana

Bildquelle: ©Anne Wurster@pixelio.de

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1 Antwort
  1. Anke
    Anke says:

    Hallo Diana,

    was für ein schöner Artikel, mal wieder. Das Bild dazu find ich klasse und man sieht Yoga passt immer 🙂

    LG
    Anke

    PS was macht den der Nacken?

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