Welche Bedeutung haben sitzende Yoga-Übungen?

Sitzende Yoga-Übungen AsanasSitzende Asanas finden, wie der Name vermuten lässt, im Sitzen statt. Sie sind hervorragend geeignet um Deine Körpermitte, sprich Bauch und unteren Rücken oder neudeutsch core-strength zu stärken.

Eine der bekanntesten sitzenden Haltungen ist die Vorbeuge (Paschimottanasana), bei der die Beine nach vorne ausgestreckt sind und man sich mit geradem Rücken nach vorne beugt.

Sitzende Yoga-Übungen nutzen die Schwerkraft, die hilft Verspannungen zu lösen. Sie stimulieren die inneren Organe und fördern Stärke im Rücken und Flexibilität in den Beinrückseiten. Die Wirbelsäule wird gestreckt und Hüften und Leisten können loslassen.

Sicherlich ist Dir schon aufgefallen, dass sitzende Yoga-Übungen meist länger gehalten werden. Das liegt daran, dass sie das Nervensystem beruhigen und sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

Speziell sitzende Vorwärtsbeugen ermöglichen uns, das Bewusstsein zurück zu ziehen und den Blick nach innen zu richten, so können wir die Stille in unserem Inneren fühlen und nach einem hektischen Tag abschalten. Sie sind eine gute Vorbereitung auf die Meditation.

Das „sich Vorbeugen“ ist auch mit Demut verbunden. Sich und den Körper so zu akzeptieren wie er ist, gerade wenn vielleicht der Rücken doch steifer ist als man denkt und die hinteren Beinsehnen verkürzt.

Sitzende Yoga-Haltungen geben auch Raum zur Selbstreflexion. Erkenne den Punkt des Widerstands und beachte ihn ohne gegen ihn anzukämpfen. So eröffnen sich Dir Möglichkeiten Dich selbst besser kennen zu lernen. Zum Beispiel, dass ein unbeugsamer Wille und Sturheit Dich nicht weiterbringt, weder auf der Yogamatte noch im Alltag. Vielmehr sind es Geduld und Hingabe, die hier zum Ziel führen.

Richtiges aufrechtes Sitzen auf der Yogamatte will gelernt sein, ganz gleich ob mit gestreckten oder angewinkelten Beinen. Man merkt schnell, dass das Sitzen auf Stühlen und das Lümmeln auf Sofas ihren Tribut zollen. Nutze daher vor allem am Anfang Deiner Yoga-Praxis alle Dir zur Verfügung stehenden Yoga-Hilfsmittel wie einen Gurt oder eine gefaltete Decke, um Deine Wirbelsäule leichter und besser aufzurichten und die Yoga-Übung so effektiv wie möglich zu gestalten.

Yogaübung-Paschimottanasana-sitzende-Vorbeuge-mit-Gurt

Falsch verstandenes Ego führt zu Verletzungen, statt zu einem gesunden und starken Rücken.

Viel Spaß beim Üben
Deine Diana

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