Wie merkt man, dass man im Yoga Fortschritte macht?

Yoga-Fortschritte
Pauschal kann man sagen, es kommt ganz darauf an, welche Ziele Du hattest. Und da steckt eigentlich schon ein Fehler dahinter. Denn wer verbissen dafür kämpft unbedingt eine fortgeschrittene Haltung in kürzester Zeit zu erreichen, kann nicht im Hier und Jetzt sein. Verletzungen sind da vorprogrammiert.

Wenn Du durch Yoga Deine Rückenschmerzen in den Griff bekommen möchtest und sie weniger werden, könnte man sagen, dass Du Fortschritte machst. Vielleicht wolltest Du abnehmen und hast tatsächlich an Gewicht verloren, auch ein Fortschritt.

Normalerweise zeigen sich die körperlichen Fortschritte recht schnell, wenn man regelmäßig Yoga (mind. 2x pro Woche) praktiziert. Es gibt aber auch Menschen, wo sich weniger in der Beweglichkeit tut, als sie sich erhofft hatten. Dann ist das eben Fakt aber auch nicht schlimm. Und manchmal äußern sich Fortschritte auch ganz anders als geplant und andere bemerken es sogar noch vor Dir.

Yoga verändert Dich, mal schneller oder mal langsamer. Vielleicht achtest Du nun im Alltag mehr auf Deine Haltung. Apropos Haltung, gerade sie verändert sich und damit meine ich nicht nur, dass Du aufrechter gehst, sondern eher so etwas wie Gleichmut und Ausgeglichenheit. Du kannst gelassener mit den täglichen Ups und Downs umgehen.

Wenn Du früher ein Schussel warst, kannst Du Dich jetzt vielleicht besser konzentrieren und verbaselst so nicht mehr ständig Deinen Hausschlüssel. Vielleicht rastest Du auch nicht mehr bei jeder Gelegenheit aus. Das nenne ich die „wahren“ Fortschritte, denn die bekommen vor allem auch Deine Mitmenschen zu spüren.

Hör auf enttäuscht zu sein, wenn Du auf ein ganz bestimmtes Ziel hinarbeitest und Du es vielleicht nicht erreichst. Und wenn Dein Krieger auch nach einem Jahr noch eher wie ein scheues Reh aussieht, dann kannst Du vielleicht besser atmen oder bist weniger gestresst. Die Yoga-Praxis lohnt sich in jedem Fall. Schau einfach was passiert. Beobachte Dich und lerne Dich und Deinen Körper von Tag zu Tag besser kennen.

Für mich sind Schüler dann fortgeschritten, wenn sie sich jeden Tag so nehmen wie sie sind. Das heißt, wenn sie an „schlechten“ Tag sich auch mal wieder einen Gurt greifen oder sich zwischendurch in die Kindshaltung (Balasana) legen, wenn die Grenze des möglichen erreicht ist.

Welche Veränderungen hast Du oder haben andere an Dir wahrgenommen, seit dem Du Yoga praktizierst? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Namasté
Deine Diana

Bildquelle: ©iofotofotolia.com

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4 Kommentare
  1. David
    David says:

    Yoga verändert mein Leben vollkommen, zum Positiven! Ich praktiziere mittlerweile seit etwa 6 Jahren und alles in allem bin ich ein glücklicherer Mensch geworden. Es formt einerseits meinen Körperbau deutlich. Ich bin viel kräftiger, meine Ausdauer ist um Einiges besser geworden, ich fühle mich deutlich beweglicher und agiler. Geistig sind die Fortschritte enorm. Tendenziell ein melancholischer Typ seiend, hilft mit das Yoga dem Leben mit mehr Humor zu begegnen. Yoga wird für mich mehr und mehr eine Mediation in Bewegung. Bin sehr dankbar es entdeckt zu haben.

  2. sarah
    sarah says:

    danke mal wieder für diese schöne gedankenanregung!
    was hat sich verändert…äußerlich würde ich sagen meine haltung – ich bin jetzt bewußter was schief und gerade sein angeht. innerlich kann ich nun mehr sein lassen, mich mehr sein lassen, annehmen.
    ich weiß gar nicht mehr, was eigentlich mein ziel war, aber den ehrgeiz positionen besonders gut hinzubekommen, konnte ich schnell ablegen.
    erstaunt hat mich vor allem der psychisch seelische prozess der so wie nebenbei in gang gesetzt wird: ich hab nach fast 2 jahren erst mal wieder aufhören müssen, weil da sachen angestoßen wurden, un-/unterbewußt, an die ich noch nicht ran wollte – und jedes mal in tränen ausbrechen, das kann ich noch nicht so gut annehmen 😉
    yoga verbindet einfach: mit sich selber, mit anderen, mit der welt. und das verändert einen ganzheitlich!

  3. NoName
    NoName says:

    Durch die Anfangs- und Endentspannungen habe ich gelernt, sehr gut abzuschalten, und zwar fast schon auf „Kommando“. Allerdings mit der Einschränkung, dass es besser klappt, wenn ich allein bin und mich auf mein Ziel konzentrieren kann. Obwohl: Konzentrieren stimmt auch wieder nicht, weil ich beim Abschalten und Loslassen der negativen Situation ja gar nicht bewußt denke.

  4. Lili
    Lili says:

    Ein toller Artikel!
    Hätte man mir vor 4 Jahren gesagt, dass ich mal Yoga machen und in einem Jahr die Yogalehrerausbildung beginne, dann hätte ich denjenigen für verrückt erklärt.
    Also ich muss sagen, dass ich Yoga wegen meiner Rückenbeschwerden begonnen hab. Ich habe gemerkt, wie meine Rückenmuskeln stärker aber auch entspannter werden. Kommt immer darauf an, wie meine Tagesform ist. Beruflich muss ich viel heben. Mit Yoga habe ich sozusagen eine Waffe gegen meine Rückebbeschwerden.
    Naja und da ich seit 3 Jahren fast täglich übe ist meine Körperhaltung besser geworden, auch sind meine Arme und Beine kräftiger.
    Ich lasse mich nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, du ein paar Atemübungen kann ich mich immer schnell wieder beruhigen. Naja und viele meinen ich sei nachdenklicher und achtsamer mir gegenüber geworden. Vor allen was meine Lebensgewohnheiten betrifft. Und mein tödlicher Ehrgeiz wird durch Yoga super gebremst!
    Ja, ich muss schon sagen Yoga ist eine Bereicherung, die ich nie wieder missen möchte!!!!

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