Ist Yoga doch ein Wettkampf?

International Yoga Asana ChampionshipJeder, der sich schon ein bisschen mit Yoga beschäftigt, schreit jetzt womöglich sofort und laut: “NEIN”. Genauso sehe ich das auch und so unterrichte ich es auch.

Beim Surfen durch das Internet bin ich auf die Website der International Yoga Sports Federation (IYSF) gestoßen (http://i.yogasportsfederation.org/). Diese Organisation veranstaltet jährlich einen internationalen Yoga-Asana Wettbewerb in den USA?

Die gezeigten Asanas unterscheiden sich für Erwachsene und Jugendliche. Es gibt jeweils Pflichthaltungen, z.B. der Bogen, der Hase, sitzende Vorbeuge und die offensichtlich wichtigste Dandayamana Janu Sirasana, die stehende Kopf zu Knievorbeuge, die man dann gerne mit 2 Asanas der freien Wahl ergänzen kann. Die Bewertungsmethoden sind ganz klar geregelt, so hat man für 7 Yoga-Asanas 3 Minuten zur Verfügung.

Die Jury bewertet Gleichgewicht, Kraft, Flexibilität, Timing und die entsprechende Atmung in der Haltung. Volle Punktzahl erhält man, wenn man der Haltung maximalen Ausdruck verleihen kann und in der Lage ist, die Kontrolle über den Körper und Atem für 5 Sekunden, während der Haltung zu demonstrieren.

Solche „Vorführungen“ waren früher in Indien üblich und sollten die Vorteile das Yoga aufzeigen, um so andere Menschen zu ermutigen durch Yoga ihr Leben zu verbessern. Hätte ich dieses Video vor über 10 Jahren gesehen, bevor ich mit Yoga begonnen habe, hätte mich das eher entmutigt statt motiviert.

Es mag hier sicherlich geteilte Meinung geben, doch für mich bedeutet Yoga etwas anderes. Bloß weil die Haltungen aus dem Yoga kommen und sie öfter die Hände in Namasté-Haltung bringen, ist es für mich eine Mischung aus Akrobatik und rhythmischer Sportgymnastik, die zwar schön anzuschauen ist, aber auch nicht mehr.

Es kommt doch auf die Geisteshaltung an und das Erspüren der Asanas für den eigenen Körper und nicht, dass ein Dritter meine Beweglichkeit bewertet.

Yoga soll in erster Linie Spaß machen und wenn man seinen fiesen kleinen Schweinehund, der einem den morgendlichen Schritt auf die Yogamatte vermiesen will, überlistet hat, war das auch ein kleiner „Wettkampf“ und der reicht völlig.

Was meinst Du? Findest Du solche Wettbewerbe eher förderlich oder eher hinderlich? Ich freue mich über Deine Meinung.

Namasté
Deine Diana

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3 Kommentare
  1. Amba
    Amba says:

    diese schön anzuschauenden Bilder und dieser Wettbewerb entspricht (vordergründig) auch nicht meiner Auffassung von Yoga. Aber das macht nichts, denn ich kann nicht wissen, ob ich die „richtige Auffassung“ von Yoga habe, ich habe nur meine Meinung. Beim Anschauen der schönen biegsamen Mädchen habe ich mich gefragt, was Yoga ihnen bringt. Ob es ein Mittel ist, gesund zu sein – innerlich und äußerlich; ob es sie dazu bewegt, eine innere Haltung zu etablieren, die von Altruismus und Gelassenheit, Akzeptanz und Dankbarkeit geprägt ist…und ob die Geistes-Übungen des Yoga für sie genau so wichtig sind, wie die Körper-Übungen. Das entspräche meiner Auffassung von Yoga – Holistic Yoga.

  2. Marion
    Marion says:

    Sicherlich schön anzuschauen, doch es schreckt mehr ab, es erweckt den Eindruck, Yoga ist nur für junge, zierliche, bewegliche Menschen geeignet. Schade, dass die westliche Welt wirklich alles vermarkten und verzerren muss.

    Aber wer weiß, vielleicht erreicht man über den Ehrgeiz den einen oder anderen, auf den wahren Yogaweg zu kommen, ohne Show

  3. claudia
    claudia says:

    dieses Video ist wiklich schön anzusehen, zumal es zwei ansehnliche junge Mädels vorführen. Ich bin nur drübergeflogen und möchte das überhaupt nicht genau anschauen, denn das hat mit meiner Vorstellung Yoga zu praktizieren nun überhaupt nichts zu tun.

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