Geräusche in einer Yogaklasse

Yoga-Übung Trikonasana-Dreieck

Diese Woche möchte ich mal ein „Tabu“-Thema aufgreifen, dass uns allen die wir auf der Yogamatte stehen schon mal begegnet ist, ganz gleich ob allein oder in der großen Yoga-Gruppe.

Alle sind eins geworden und plötzlich aus dem Nichts ein Knochenknacken, ein Pfff, ein Magengrummeln oder ein Ohhh. Wenn diese Geräusche von einem selbst stammen, ist man oft peinlich berührt, ansonsten vielleicht eher amüsiert.

Wann fällt einem tagsüber auf, dass sein eigener Körper zu merkwürdigen Geräuschen fähig ist? Wahrscheinlich eher selten, es sei denn man hat chronische Probleme mit der Verdauung oder ist ständig hungrig 😉

Warum passiert es ausgerechnet immer beim Yoga?

Während einer Yogastunde fallen diese Geräusche häufiger auf. Es ist stiller im Raum geworden und man nimmt Kontakt zu seinem Inneren auf.

Ich möchte jetzt erstmal alle beruhigen, denn Körpergeräusche während des Yoga-Kurs sind etwas ganz Normales. Irgendwo ertönt immer mal wieder ein Knacken, ein Seufzer.

Spätestens im Trikonasana hört man das erste „Knack“, wenn die Hüfte sich über das gestreckte Bein neigt. Jeder von uns hat körperliche Gewohnheiten. Wenn sich unsere Knochen ausrichten, knackt es bei dem einen nie und beim anderen ständig.
Yoga konfrontiert uns mit diesen Gewohnheiten. Während der Asanas wird ganz viel Energie bewegt. Und manchmal wird diese Bewegung eben vertont.

Es können aber auch „Winde abgehen“, wie es im medizinischen Fachjargon heißt. Das heißt nicht, dass das jetzt ein Pupsfreifahrtschein werden soll, aber man sollte es im Zweifelsfall auch nicht krampfhaft versuchen zu unterdrücken, sondern eher loslassen um keine Anspannung im unteren Bauch oder Rücken zu riskieren. Wir kommen ja zum Yoga, um genau das Gegenteil zu erreichen, nämlich zu entspannen.

Hast Du damit öfter Probleme, versuche den Abstand zwischen der letzten Mahlzeit und Yoga etwas zu verlängern. Manchmal kann man es nicht verhindern, da bei intensiven Twist oder wenn man auf dem Rücken liegt und die Knie zum Brustkorb zieht, die inneren Organe massiert werden und die Verdauung angeregt wird.

Während Savasana grummeln manchmal Bäuche. Nimm das als Zeichen Deines Körpers wahr und überlege, ob es vielleicht einfach nur „Hunger“ ist und beim nächsten Mal verkürze den Abstand zwischen Essen und Yoga.

Mein lautestes und immer wiederkehrendes Geräusch ist das auffällige Knacken meiner Zehen, wenn ich mich nach der Tiefenentspannung – Savasana wieder leicht bewege.

Gibt es Geräusche, die Dir ständig passieren? Etwas was Dir peinlich war? Teile Deine Erfahrungen durch einen Kommentar.

Namasté
Deine Diana

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5 Kommentare
  1. Natascha
    Natascha says:

    Hallo liebe Diana,

    ich bin selber bereis seit 2009 Yogaleherin.Knacken und Grummeln ist genau so natürlich wie Winde, die entfleuchen. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich mich immernoch zusammenreißen muss, wenn einem Schüler oder einer Schülerin ein Wind abgeht;) Da bin ich ganz ehrlich. Ich bin glaub ich noch mehr humorvoll als natürlich und find es auch garnicht schlimm, wenn man mal schmunzeln muss ;).
    Meine zehen knacken immer beim Laufen. Ich hoffe immer, dass ich meine Schüler damit nicht nerve 😉

  2. Biegebrecht
    Biegebrecht says:

    Hallo,
    ich stehe oft vor dem Problem, dass man Bauch ziemlich gurgelt und blubbert, Das kommt bei mir oft unter dem dem beruflichen Stress vor. Yoag dient mir eigentlich als Ausgleich, doch oft ist mir dies sehr peinlich, so dass es es oft eben nicht ausgleicht.

  3. Christiane
    Christiane says:

    Hallo Diana,
    es ist lustig dass du gerade Trikonasana erwähnst, dort knackt es bei mir auch immer sehr verlässlich. Aber ich weiß gar nicht ob die ganzen Geräusche die einem bei einer Yogastunden manchmal auffallen, einem einfach nur mehr erscheinen weil es so ruhig ist. Normalerweise hört man das Magengrummeln ja nicht von jedem 🙂 Bei mir knackt es auch manchmal in der Gegenbewegung vom Drehsitz oder beim Krokodil 🙂 Ich mag es sehr gerne, es fühlt sich dann immer so an als ob man was richtig gestellt hat.

    Liebe Grüße
    Christiane

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