Yoga-Pflichtlektüre: The Science of Yoga

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Kaum ein Yoga-Buch hat in den USA jemals so hohe Wellen geschlagen wie das Buch „The Science of Yoga“, das im letzten Jahr in Amerika auf den Markt gekommen ist. Ins Rollen wurde die Geschichte damals durch einen Artikel im New York Times Magazine gebracht.

Nun ist „The Science of Yoga“ auch in deutscher Sprache erhältlich und ich wollte wissen, welche Ziele genau William J. Broad, der Bestsellerautor und Pulitzerpreisträger, mit diesem Buch verfolgt.

  • Yoga macht schlank
  • Yoga stärkt die Libido
  • Yoga macht schön
  • Yoga heilt
  • Yoga macht glücklich
  • Yoga bringt Frieden
  • Yoga wirkt lebensverlängernd und gilt ganz allgemein als das Wunderheilmittel mit Erleuchtungsoption.

Zumindest sind das einige Behauptungen und Mythen, die rund um Yoga kursieren, um es an den Mann und an die Frau zu bringen. William Broad sagt aber auch: „Yoga kann töten und verstümmeln“.

Was ist nun wahr? Wie bei allen Gerüchten, ist da etwas Wahres dran? Es gibt nichts auf der Welt, das „nur“ gut ist. Alles hat Vor- und Nachteile. William Broad, seit über 40 Jahren selbst Yogapraktizierender ist den Vorstellungen, die sich über Yoga in unseren Köpfen festgesetzt haben auf den Grund gegangen. Er hat sich in die dunkelsten Archive gewagt und Studien aus über 100 Jahren Forschung mit den heutigen Erfahrungen verglichen.

Er beleuchtet und vergleicht die Aussagen u. a. von Bikram Choudhury, über B.K.S. Iyengar, Pattabhi Jois, bis hin zu Krishnamacharya, der das moderne Yoga in der Welt verbreiterte.

Manchmal erinnerte mich das Buch an meine Studiumszeit, wo ich aus vielen wissenschaftlichen Texten einen noch wissenschaftlicheren Text machen sollte. An anderer Stelle beschreibt er so detailgetreu die Szenerie wie in einem Rosamunde Pilcher Buch. Das gibt einen Punkt für die Abwechslung 😉

Beim Lesen hatte ich durchaus den einen oder anderen Aha-Effekt und konnte mein Wissen über Yoga und seine Wirkungsweise erweitern. Ich hatte Bedenken, dass Yoga doch mehr schaden könnte als ich dachte, doch zum Glück ist das nicht der Fall.

Eine der kritischsten Zonen unseres Körpers ist der Hals-/Nackenbereich, wo viele gehirnversorgende Gefäße Kopf laufen. Somit klingt es logisch, wenn bestimmte Yoga-Asanas, wie Schulterstand, Pflug oder Kopfstand einen Schlaganfall auslösen können, aber ich glaube nicht, dass Yoga der Grund dafür ist. Es bestätigt mich aber, dass ich ohnehin meist Alternativen zum Schulterstand und gar keinen Kopfstand unterrichte.

Fazit: Yoga ist eine Wissenschaft der Erfahrung. Erfahrungen, die jeder Yogalehrer und jeder Yogaschüler unterschiedlich erlebt. Yoga kann so unendlich viel Gutes für Körper Geist und Seele tun, aber wenn es nicht mit Achtsamkeit ausgeführt wird, eben auch schaden.

The Science of Yoga sollte in allen Yoga Teacher Trainings zur Pflichtlektüre gehören und ist für alle empfehlenswert, die viel und intensiv Yoga üben und für Yogalehrer denen das Wohl der Yogaschüler oberstes Gebot ist. Es gibt einen tieferen Einblick und stellt Yoga nicht nur durch die rosarote Brille dar.

Viel Spaß beim Lesen
Deine Diana

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2 Kommentare
  1. Anke
    Anke says:

    Namaste Diana, danke für deinen Buch-Tipp. War gerade bei Amazon und habe es bestellt und werde dir auf jeden Fall eine Rückmeldung geben. Auch ich habe mittlerweile bedenken Kopf-Schulterstand sowie den Pflug … zu unterrichten.
    Egal wie korrekt diese Asanas angesagt werden, müssen wir uns doch immer auf unsere Schüler verlassen, das sie diese Ansagen korrekt ausführen. Bei einer Gruppe von 12-15 Schülern ist es einfach nicht möglich jeden Schüler bei dem Aufbau einer solchen Asanas im Auge zu haben.
    Ich wünsche mir für alle Yoga-Lehrer und Schüler das diese Asanas mit mehr Vorsicht und Achtsamkeit unterrichtet bzw. geübt werden. Mit Sicherheit gilt das für alle Asanas,aber unsere Halswirbelsäule ist nun einmal sehr anfällig für Verletzungen.
    Om shanti Anke

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