Ungepflegte Füße ein absolutes NoGo nicht nur beim Yoga!

gepflegte FuesseWer früher hart gearbeitet hatte, der hatte selten zarte Haut. Weiche und helle Haut war meist nur der feinen Gesellschaft vorbehalten. Hornhaut, Hühneraugen und Schwielen waren hier unverkennbares Zeichen, welcher Schicht man angehörte.

Heute gibt es dieses Unterscheidungsmerkmal zum Glück nicht mehr, denn heute hat jeder Zugang zu Pflegemittel wie Wasser und Seife, Bimsstein, Hornhautraspel, Feile, Creme und Co.

Aber leider wird das noch viel zu selten angewendet, wie nicht nur ich immer wieder in Yoga-Unterrichten beobachten kann. Liegt es an Faulheit, Zeitmangel, Desinteresse, Ekel vor den eigenen Füßen oder schlichtweg an Informationsmangel?

Gegen den Informationsmangel kann ich etwas tun:

Eine dünne Schicht Hornhaut ist o.k., denn sie schützt unseren Fuß vor Druck und Reibung. Das was viele nicht wissen ist, dass ein zu viel an Hornhaut (Schrunden, Risse in den Fersen), eingewachsene Zehennägel, Hühneraugen und Schwielen zu Haltungsschäden führen können! Durch den Druckschmerz nimmt man automatisch eine Schonhaltung ein und wenn das Problem über längere Zeit besteht, werden auch Knie, Hüften oder Rücken in Mitleidenschaft gezogen. Richtig unangenehm wird es, wenn sich die Haut bereits gelblich braun eingefärbt hat. Man könnte dann denken, dass Du mit ungewaschenen Füßen unterwegs bist.

Gepflegte Füße verringern das Verletzungsrisiko, denn unser Fuß ist ein komplexes Gebilde aus 26 Knochen, 33 Gelenken, 120 Muskeln und Bänder, und mehr als 7.000 Nervenenden. Alle Arbeiten Hand in Hand, um unser Körpergewicht zu tragen, zu bewegen und beim Springen Stöße abzudämpfen.

Nicht immer ist zu enges Schuhwerk an Hornhaut schuld, es gibt auch genetisch bedingte Fälle.

Für mich zeichnen sich gepflegte Füße nicht durch den neuesten Trendlack mit Strasssteinchen aus, obwohl ich mich da schon auch mal bei meinen Yogaschülerinnen inspirieren lasse ;-), sondern ich sehe es als Wertschätzung des ganzen Körpers. Für mich ist Fußpflege daher weniger ein Schönheitsritual, sondern gehört als ein Teil zur Gesunderhaltung des Körpers.

Hier einige Tipps, wie man mit wenig Aufwand seine Füße gesund pflegt, damit sie Dich noch lange durchs Leben tragen:

  • Gehe so oft es geht barfuß, im Sand, auf der feuchten Wiese,… (hinterher aber bitte Füße waschen nicht vergessen!) Das verhindert auch Fußpilz oder Tinea pedis. Dieser gedeiht in dunklen, feuchten und warmen Umgebungen. Nach Angaben der American Academy of Dermatology tritt Fußpilz nicht unter Menschen auf, die oft barfuß gehen.
  • Hornhaut bitte nicht! abschneiden (Verletzungsgefahr und ggf. Entzündungen), sondern mit einer Hornhautraspel (gibt es inzwischen sogar elektrisch) oder einen Bimsstein abgefeilen. Wer das mindestens einmal die Woche macht, hat weniger Probleme.
  • Eine Extraportion Creme. Wer sehr viel steht oder geht, unbedingt die Füße eincremen. Dazu eignen sich vor allem fetthaltige Cremes oder, bei sehr trockener Haut, Cremes mit Urea-Extrakt.
  • Natürliche Essenzen, statt Chemie: Teebaumöl, Apfelessig, Kamille oder Aloe-Vera-Saft kann helfen stark verhornte Stellen wieder weich zu machen.

In 4 Schritten zu gepflegten Füßen:

  1. Nägel schneiden (am besten bei trockenen Füßen)
  2. Fußbad (ca. 10 Minuten) oder beim Duschen kräftig einweichen
  3. Hornhaut entfernen mit Bimsstein, Hornhautraspel oder womit Du am besten klar kommst. Reibe mit wenig Druck und schnellen Bewegungen an der Hornhaut entlang. Wenig Druck deshalb, damit Du nicht die gesunde Haut abhobelst und um Schmerzen zu vermeiden.
  4. Und hinterher eincremen. Der Fuß kann sich besser erholen und die Hornhaut kann sich nicht mehr so schnell bilden. Solltest Du zu stark in Deinen Schuhen rutschen, dann empfehle ich das Eincremen vor dem Schlafengehen und mit kleinen Söckchen, damit die Creme gut einziehen kann und nicht gleich wieder abgeht.

Du willst Deine Füße trainieren? Dann findest Du in diesem Artikel einige Übungstipps.

Viel Spaß beim Pflegen
Deine Diana

Bildquelle: ©benik.at@fotolia.com

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