Was ist das Schwierigste für Dich beim Yoga?

Im-Hier-und-JetztFallen Dir nicht auch spontan eine oder mehrere Yoga-Übungen ein, die Dir schwer fallen? Aber es geht mir hier weniger um die Beweglichkeit des Körpers, sondern vielmehr um die Beweglichkeit des Geistes, der gerne auf Abwegen unterwegs ist.

Gehörst Du auch zu den Leuten:

  • die sich immer mit denen aus der ersten Reihe vergleichen?
  • oder denkst Du während der Yoga-Stunde daran, was es hinterher zu essen gibt?
  • vielleicht bist Du auch besorgt, ob Du alles richtig machst?
  • oder Du nutzt die Gelegenheit Dich mit einem Blick aus dem Fenster
  • oder einen Schluck Wasser vom Wesentlichen abzulenken?

Wenn Du überall beherzt NEIN gesagt hast, flunkerst Du Dir womöglich selbst etwas vor. Denn das unser Geist hin und wieder abschweift ist völlig normal und Du bist damit auch nicht ein allein. Das passiert Anfängern genauso wie fortgeschrittenen Yogis.

Allein der Besitz einer eigenen Yogamatte macht uns leider noch nicht resistent gegen die „Störungen“ von außen. Aber genau hier werden sie uns das erste Mal bewusst.

Hier meine Tipps, um in der nächsten Yogastunde bei Dir zu bleiben:

1. Atme
Der eigene Atem ist auch diesmal das einfachste und effektivste Tool, um sich die Gegenwart zu bewahren oder sich wieder zu ihr zurückzuholen, nicht nur während des Yoga-Unterrichts. Fließt Dein Atem konstant oder gerät er ins Stocken? Konzentriere Dich auf den Atem. Versuche ihn immer wieder regelmäßig und tief werden zu lassen. Wenn das nicht gelingt, mach eine Pause.

2. Höre zu
Nimmst Du immer wahr, was Dein Yogalehrer sagt? Ich kann manchmal beobachten, wie Schüler versuchen den Unterricht selbst zu gestalten, statt zuzuhören was ich sage. Statt z. B. das Bein erst anzuheben wie ich es ansage, bringen sie es direkt nach vorne zwischen die Hände. Versuche nicht zu denken oder zu glauben was jetzt kommt, sondern höre zu. Der Yogalehrer sagt nicht nur an, wie die nächste Asana heißt und was Du beachten sollst, sie versuchen Dich zu bei Deiner Yogaerfahrung zu führen und zu begleiten. Ab und zu kommt auch mal ein Witz 😉 Wenn Du mit den Gedanken bei Deiner ToDo-Liste bist, nutze die Stimme des Yogalehrers, um Dich wieder zurückzuholen und höre zu. Deine Gedankenkreise werden ruhiger und vielleicht erhältst Du so noch einige Hinweise, die Du vielleicht noch nicht gehört hast 😉

3. Schließe Deine Augen
Wenn Du zu den Menschen gehörst, die sich gerne vergleichen, dann schließe die Augen. Versuche zu fühlen, ob Du bereit bist für die fortgeschrittene Variante. Mache sie nicht einfach, weil die anderen es auch tun. Jeder übt sein eigenes Yoga und versucht an sich selbst zu arbeiten. Diese Möglichkeit geht Dir verloren, wenn Du Dich anpasst. Mit geschlossenen Augen wirst Du nicht so schnell abgelenkt und kannst Dich stärker auf Deinen Atem und die entsprechende Yoga-Haltung konzentrieren. Im Kundalini-Yoga, gehört das sogar immer dazu.

4. Nicht zu verbissen
Lass es locker angehen. Yoga ist eine lange Reise und die beginnt mit einem kleinen Schritt. Wenn Du eilig versuchst, ans Ziel zu hetzen, wirst Du nur frustriert sein und Dich womöglich verletzen. Lerne auf Deiner Reise entspannt zu bleiben und genieße jeden einzelnen Moment auf der Yogamatte. Diese Erfahrung wird Dir nicht nur viel mehr Spaß bringen, sondern Dich auch im Alltag weiter bringen.

Vielleicht helfen Dir meine Tipps in der nächsten Yoga-Stunde mehr bei Dir zu bleiben.

Was machst Du, um dich im Yoga-Unterricht wieder ins Hier und Jetzt zu bringen? Ich freue mich über Deinen Kommentar.

Namasté
Deine Diana

Bildquelle: ©Klaus-Peter-Wolf@fotolia.com

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