Wie reagiert man auf Komplimente?

Danke für das Kompliment

Findest du es auch schwierig Komplimente anzunehmen? Oft können wir mit Kritik leichter umgehen als mit einem gutgemeinten Lob. Vielleicht verletzt uns Kritik, wenn wir sie zu persönlich nehmen, aber Komplimente lassen uns oft am liebsten im Erdboden vor Scham versinken.

Es wird zwar bei mir immer besser, doch ich beobachte immer mal wieder bei mir, dass ich peinlich berührt bei einem Kompliment reagiere und schnell nach einem Argument suche, dass das Lob zumindest ein wenig für mich abschwächt. Jemand macht mir beispielsweise ein Kompliment über meine Hose und sagt: „Die Hose steht dir gut, solltest du öfter tragen.“ Anstatt einfach „Danke“ zu sagen und mich darüber zu freuen, denke ich eher darüber nach, dass die Hose ja gar nicht teuer war und auch schon aus der letzten Saison. Auch Lob über die Arbeit ist oft schwierig anzunehmen, weil wir es selbstverständlich finden, uns zu bemühen und stets das Beste zu geben.

Ist das nicht total daneben, so zu reagieren? Warum genießen wir nicht einfach das Gefühl, das ein Kompliment mit sich bringt?

Oder anders herum: hast du dir mal überlegt, was der Geber des Kompliments denkt, wenn du es nicht annimmst? Der Geber erhält nämlich den Eindruck, dass wir denken, dass er nur schmeicheln will und es bleibt eine negative Erfahrung zurück. Bescheidenheit kann so die Verbindung mit einer anderen Person ruinieren. Wir wissen gar nicht, was wir durch das „Nicht“ Annehmens des Kompliments so anrichten können.

Was ist ein Kompliment?

Ein Kompliment ist ein Geschenk des Lobes.
Es macht uns unter Umständen bewusst, dass andere Menschen uns mit ganz anderen Augen sehen als wir uns selbst. Stichwort: Selbstbild – Fremdbild.

Es ist viel leichter sich zu beschweren, als jemandem ein Lob auszusprechen, sei es für einen guten Job, ein tolles Aussehen oder für einen selbstlosen Dienst.

Wer unzufrieden ist, erzählt dies wesentlich öfter weiter als wenn er glücklich oder zufrieden ist. Als ob das irgendetwas ändern würde. Ganz im Gegenteil, wenn wir über unsere positiven Erfahrungen berichten würden, dann wären auch viel mehr Leute glücklich.

 

Wir selbst sind unsere schärfsten Kritiker und doch sehnen sich alle Lebewesen nach positiver Aufmerksamkeit. Und wir alle verdienen es, dass jemand seine positive Energie mit uns teilt. Wenn wir glücklich und dankbar Komplimente annehmen, statt wie ich im obigen Beispiel zu reagieren geben wir den anderen implizit die Erlaubnis, dies auch tun und plötzlich sind zwei Menschen glücklich.

Komplimente annehmen kann man lernen

  1. Versuche dir mal selbst ein Kompliment zu machen und schaue dabei in den Spiegel. Nachdem du die anfänglichen Gefühle der Albernheit überwunden hast, wirst du feststellen, wie gut es sich anfühlt und „schwups“ da ist es, das Lächeln auf deinem Gesicht.
  2. Im nächsten Schritt verteile ehrlich gemeinte Komplimente an andere. Beobachte wie sich das Gesicht deines Gegenübers erhellt und wie gut du dich dabei fühlst. Und beobachte genauso wie du dich fühlst, wenn dein Kompliment abgewiesen oder abgeschwächt wird.

DANKE

Und jetzt ist es an der Zeit, dass ich dir von ganzem Herzen für deine Lesertreue und auch für deine Zeit danke. Dafür, dass du so aufmerksam bist und mich auch mal auf einen Fehler hinweist. Danke für die zahlreichen Emails und Kommentare. Danke, denn ohne dich als Leser/in wären das nur schwarze Buchstaben auf weißem Grund. Erst durch deine Anregungen bringst du Leben in meinen Blog.

Da Singen nicht zu meinen Stärken gehört, überlasse ich das lieber den Sportfreunden Stiller

Namasté
Deine Diana

Foto: ©iliasching@fotolia.com

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