So lernst du das „Nein“-Sagen

Nein-Sagen leicht gemacht

Du kannst schlecht „Nein“ sagen? Du hast auch schon mal zu viel versprochen? Am Samstagvormittag ruft der Chef an und fragt, ob du nicht noch einmal vorbeikommen kannst, um an der wichtigen Präsentation mitzuhelfen. Sonntag wolltest du deinen besten Freunden beim Umzug helfen, obwohl du eigentlich gerne zum Yoga wolltest. Sonntagabend ist das Wochenende vorbei. Dir tut der Rücken weh, du bist hundemüde und extrem unglücklich, dass du nichts für dich getan hast, um deine Akkus wieder aufzuladen. Manchen passiert das einmal, anderen ganz oft.

Woran liegt das und wie kann man das ändern?

Dir fällt zu spät auf, dass dir das Programm, das du dir vorgenommen hast zu viel ist. Und der Zeitpunkt wo du noch etwas verändern könntest ist längst vorbei. Du hast dich buchstäblich in eine Sackgasse manövriert, bist unzufrieden und energielos. Nicht nur der Job kann stressen auch die Freizeit.

Nun beginnen die Gedanken um Kopf umherzuschwirren. Gedanken von „Hätte ich mal „Nein“ gesagt“, gehen dir vielleicht durch den Kopf oder „andere schaffen das Pensum doch auch, warum nicht ich?“ Von Schuldgefühlen bis Gewissensbissen ist alles dabei.

Aber schafft man es mal „Nein“ zu sagen, ohne gleich den Kopf zu verlieren? Wie bringt man der besten Freundin oder Freund bei, dass man an diesem Wochenende nicht helfen oder unterstützen kann ohne sie oder ihn zu verletzen?

Wenn dir Nein-Sagen zu schwer fällt, versuche es mit einem „Vielleicht“. Ein „Vielleicht“ lässt den Ausgang für dich offen und verschafft dir ein bisschen Zeit. Zeit, um deinen Terminkalender genauer zu checken und vor allem auch mal in dich hinein zu fühlen, ob du dafür noch genug Power hast.

Ein „Vielleicht“ klingt höflicher als ein „Nein“ und ist diplomatischer. Die meisten können sich bei einem „Vielleicht“ auch denken, dass es Synonym für „Nein“ ist, ohne dass es konkret ausgesprochen werden muss.

Du könntest auch sagen, dass du erstmal darüber nachdenken möchtest oder deine(n) Frau (Mann) fragen möchtest, ob für diesen Termin schon etwas geplant ist.

Im Grunde geht es immer darum, dir ein bisschen Bedenkzeit zu verschaffen. Oft reagiert man ganz spontan, ohne groß darüber nachgedacht zu haben, weil man sich überrumpelt fühlt und später traut man sich nicht mehr abzulehnen oder abzusagen.

Beobachte mal, ob diese Situationen nur in deinem privaten Umfeld oder auch im beruflichen Umfeld passieren? Gibt es einen Unterschied bei welchen Leuten dir ein „Nein“ schwieriger fällt? Sagst du zu engen und vertrauten Personen häufiger „Nein“ als zu Bekannten oder Arbeitskollegen? Wie ergeht es dir denn bei der Erziehung deines Kindes, falls du eines hast?

Hinter dem nicht gesagten „Nein“ steckt womöglich auch die Angst nicht mehr gemocht zu werden. Im Job ist es vielleicht eher die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren oder die Beförderung nicht zu bekommen.

Ein paar „Ja“ zu viel sind vielleicht angenehm fürs Ego, denn man fühlt sich ja gebraucht. Aber ein paar „Nein“ zu wenig und du brennst total aus, sowohl im Job als auch in der Freizeit.

Man muss sich für ein „Nein“ übrigens nicht rechtfertigen. Ein „Nein“ darf auch einfach mal alleine und ohne Begründung im Raum stehen. Es gibt einen dazu auch einen tollen Spruch, leider habe ich vergessen von wem er ist:

„Jedes Nein jemand anderem Gegenüber, ist ein Ja zu dir selbst!“

Und das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern in erster Linie mit Selbstschutz. Daher vergiss deine Schuldgefühle. Wenn man viel Energie hat, kann man auch viel geben. Wenn aber dein Energievorrat zur Neige geht, dann muss das Lager erst wieder aufgefüllt werden, bevor du wieder etwas geben kannst.

Namasté
Deine Diana

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