Das 3. Chakra – Manipura-Chakra oder Nabel-Chakra

Manipura-Chakra

Das Manipura-Chakra heißt übersetzt „der Juwel in der Stadt“ und befindet sich auf Höhe unseres Solarplexus, oberhalb des Bauchnabels. Der Solar Plexus ist ein Nervengeflecht indem Informationen verarbeitet werden, die die Funktionen unserer inneren Organe regulieren. Er ist unser „Bauchgehirn“ und „Machtzentrum“, da er unseren eigenen Willen und unsere Intuition manifestiert. Fühlst Du Dich in einer Situation nicht wohl oder hast Du „Schmetterlinge im Bauch“, so spürst Du dies im Manipura-Chakra. Das Schlüsselwort ist Vertrauen oder Grundvertrauen.

Jedes Chakra wird einem bestimmten Sinn zugeordnet. Interessant ist es dabei zu sehen, wie sich diese beim Neugeborenen nach und nach entwickeln. Zuerst entwickelt sich das Hören (1. Chakra), dann das Schmecken (2. Chakra) und erst dann das Sehen (3. Chakra), usw.


Passend zu „Solar“ ist dem 3. Chakra der Himmelskörper Sonne zugeordnet, die dem Element des Feuers entspricht, sowie der Mars. Der Mars gilt als Himmelskörper für Macht, Stärke und Ego. Das Element Feuer, das in der Farbe sonnengelb dargestellt wird.

Ein gesundes, temperamentvolles drittes Chakra unterstützt uns bei der Überwindung von Trägheit. Hilft uns Grenzen zu setzen, auch mal eine Konfrontation einzugehen, um seine Wünsche zu behaupten.

Seinen Wünsche oder auch Wut lange zu unterdrücken, führt zu Depressionen, der zweiten Volkskrankheit nach Rückenschmerzen. Daraus folgt, dass unterdrückter Zorn und Depressionen das psychologische Hindernis bei diesem Chakra sind. Wichtig ist, dass man sich nicht nur bei demjenigen entschuldigt, den man verletzt hat, sondern auch sich selbst verzeiht.

Passiert dies nicht, quält man sich mit Wut gegen sich selbst und kann nicht loslassen. Nicht loslassen zu können hat dann evtl. auch Auswirkungen auf die Verdauung, denn die mit dem Manipura-Chakra verbundenen Organe sind: Magen, Leber, Darm, Milz und Bauchspeicheldrüse, also alle Organe die damit zu tun haben, wenn wir etwas verdauen müssen und auch für die Entgiftung des Körpers zuständig sind. Mit diesem Wissen versteht man auch die Sprüche „Die Laus, die einem über die Leber läuft“ oder „Gift und Galle spucken“ gleich viel besser. Um dies zu fördern empfehlen sich alle Yoga-Übungen aus der Kategorie Twists, bzw. Drehungen und auch Bauchmuskel-Übungen, wie das Boot (Navasana), die das innere Feuer entfachen.

In den ersten drei Chakren bewegt sich schwerpunktmäßig unser Alltag, sofern wir uns nicht „spirituell“ beschäftigen. Dies wird von der Konsumgüterindustrie gut und gern (b)genutzt. Denn alles was übermäßig mit Karriere, Geld, Status, Anerkennung und Macht zu tun hat, deutet auf ein übersteuertes Nabel-Chakra hin. Ein Beweis mehr, warum Hochglanzmagazine und Fernsehformate wie z.B. Sex and the City so gut bei uns Frauen ankommen. Für Männer gibt es das übrigens auch, z.B. Formel 1, Fußball, Spider- und Batman und andere Statussymbole wie Auto und die dicke Uhr 😉

Du kannst gar nicht genug Informationen über die ganzen Chakren bekommen? Dann habe ich noch eine Buchempfehlung für Dich: das Chakra-Handbuch von Shalila Sharamon

Für heute verabschiede ich mich mit einem kraftvollen RAM, dem Bija-Mantra des Manipura-Chakra.
Deine Diana

Bildmaterial: ©Anastasia Popova@fotolia.com

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2 Kommentare
  1. Diana
    Diana says:

    Das ist interessant. Danke für Deinen Hinweis. Wenn Du möchtest, kannst Du gerne noch den entsprechenden Absatz aus dem Buch ergänzen.
    Meine Lehrerin hatte uns damals auch schon darauf aufmerksam gemacht, dass es verschiedene Betrachtungsweisen gibt. Dies ist dann die erste 😉

    Namasté
    Diana

  2. Ralf
    Ralf says:

    „Jedes Chakra wird einem bestimmten Sinn zugeordnet. Interessant ist es dabei zu sehen, wie sich diese beim Neugeborenen nach und nach entwickeln. Zuerst entwickelt sich das Hören (1. Chakra), dann das Schmecken (2. Chakra) und erst dann das Sehen (3. Chakra), usw.“
    Woher sind diese Erkenntnisse?

    Das widerspricht der Ansicht, wie sie z.B. Kalashatra Govinda in seinem „Chakra Praxisbuch“ vertritt, dass sich die Entwicklung des Fötus im Mutterleib unter dem Einfluss der Chakren von oben (Kronenchakra) nach unten (Wurzelchakra) vollzieht.

    Freundliche Grüße,
    Ralf

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