Was ist Yin-Yoga?

Was-ist-Yin-Yoga?

Yin-Yoga ist von der Basis des Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) abgeleitet. Sind Yin und Yang ausbalanciert, so ist der Mensch ausgeglichen und entspannt. Der erste Gedanke der dabei aufkommt ist womöglich: „wenn ich nur das Yin stärke, ist dann das Gleichgewicht nicht gestört?“ Theoretisch ja, praktisch nein, denn unser Alltag ist fast ausschließlich vom Yang geprägt. Stress, Hektik, permanente Aktivität machen auf Dauer depressiv und krank.

Nach der taoistischen Philosophie und der TCM fehlt hier das universelle Gleichgewicht. Yin und Yang sind sich ergänzende Kräfte. Während Yin-Merkmale kühl, nass, langsam, weiblich und ruhig sind, sind Yang-Merkmale warm, trocken, schnell, maskulin, extrovertiert also genau das Gegenteil.

Muskeln sind Yang, während das Bindegewebe wie Sehnen und Bänder Yin sind. Das Sitzen in der Meditation ist mehr Yin und erfordert daher eine Yoga-Praxis, die dies fördert.

Was ist das Besondere am Yin-Yoga?
Beim Yin-Yoga werden die einzelnen Yoga-Übungen für mehrere Minuten gehalten. Das fördert die Dehnung des Bindegewebes um das Gelenk herum. Eine klassische Yin-Yoga-Stunde umfasst Vorbeugen, Hüftöffner, Rückbeugen und Twists. Die Yoga-Haltungen des Yin-Yoga sind von den traditionellen Yoga-Übungen abgeleitet. Sie wurden zu Unterscheidungszwecken allerdings umbenannt und finden meist im Sitzen oder Liegen statt. So heißt der Pflug im Yin-Yoga Schnecke, und die Taube wird zum schlafenden Schwan.

Ist das nicht restauratives Yoga?
Könnte man denken, doch beim Yin-Yoga geht es weniger um Entspannung als darum, mit Hilfe der Schwerkraft eine verstärkte Dehnung herbeizuführen, um die tiefer liegenden Faszien zu erreichen. Je länger wir die Positionen halten, desto stärker wird auch die Dehnung. Womöglich beginnt bei Vielen das Kopfkino mit einem Film aus Wut, Ärger und allerlei anderen Emotionen. Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren. Das ist vergleichbar mit Stress-Situationen des Alltags. Yin-Yoga lehrt Situationen auszuhalten und dann loslassen.

Wer kann Yin-Yoga üben?
Eigentlich jeder. Besonders zu empfehlen ist es für ältere Menschen und zur Rehabilitation. Auch für Menschen, deren Alltag besonders Yang-lastig ist. D.h. die einen stressigen Job haben oder Leistungssportler sind. Sie finden mit Yin-Yoga zurück zu ihrer Mitte. Yin-Yoga ist hervorragend als Meditationsvorbereitung geeignet.

Wo kann man Yin-Yoga lernen?
Ein Experte des Yin-Yoga ist der amerikanische Yoga-Lehrer Paul Grilley oder auch Sarah Power. Grilley unterrichtet seit den 80er-Jahren Yoga und hat die grundlegende Methode von taoistischen Yoga-Lehrerin und Kampfkunst-Expertin Paulie Zink gelernt.

Weitere Informationen über Yin-Yoga: Paul Grilley unter: www.paulgrilley.com oder www.yin-yoga.de

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5 Antworten
  1. Diana
    Diana says:

    Hallo Pia,

    die Idee mit den Klangschalen klingt außerordentlich entspannend.
    Das sollte ich auch mal ausprobieren 🙂

    Namasté
    Diana

  2. Pia Fleig
    Pia Fleig says:

    Namaste liebe Diana,
    Bei uns gibt es ausser Yin yoga noch eine Besonderheit. Wir stellen während der Asanas Klangschalen auf den Körper dadurch kann der Geist sowie die Zellen besser loslassen.
    Lohnt sich zum ausprobieren.
    Namaste Pia

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  1. […] Yin Yoga ist ein relativ neuer Yoga-Stil, der gerade extrem beliebt ist. Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Bindegewebe, dass beim Yin Yoga besonders aktiviert wird, eine Schlüsselfunktion im Körper hat, die viele Jahrzehnte unberücksichtigt blieb. So weiß man heute, dass Schmerzen nicht unbedingt von der Muskulatur kommen müssen, sondern durchaus auch vom Bindegewebe. Ab dem 30. Lebensjahr, nimmt die Elastizität ab, so dass es für jeden wichtig wird, sein Bindegewebsapparat regelmäßig zu aktivieren, um ihn bis ins hohe Alter beweglich zu halten. […]

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