Wie man seinen Yogalehrer auf die Palme treibt?

GelassenheitDu denkst vielleicht, dass Dein Yogalehrer immer total entspannt ist, ganz gleich was auch immer passiert. Einmal tief atmen, noch ein Om und die Welt ist wieder in Ordnung. Ganz so einfach ist es nicht, denn YogalehrerInnen sind auch nur Menschen und ärgern sich mal. Da kann man noch so viel Atmen, sich erden oder sonst was, manchmal sind wir einfach genervt.

Hier meine Top 7, wie man seinen Yogalehrer zur Weißglut bringt:

Auf Platz 1 ganz klar: zu spät kommen

Du willst richtig für Aufmerksamkeit sorgen? Dann komme mindestens 10 Minuten zu spät. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn es ganz still ist und jeder versucht sich auf seinen Atem zu konzentrieren. Am besten Du kommst polternd rein und rollst mit lautem Knallen Deine Yogamatte demonstrativ in der ersten Reihe aus, so dass auch garantiert jeder Dich mitbekommt.

2. zu früh gehen

ist auch ein Garant, um im Mittelpunkt zu stehen. Hier hast Du sogar 2 Möglichkeiten. Entweder Du packst Dein Zeug stundenlang geräuschvoll ein, so dass jeder geneigt ist zu Dir zu schauen, um noch schnell Deine neue Yogahose zu bewundern. Logisch, dass Du noch über mehrere Matten steigen musst. Oder Du lässt Deine Leihmatte, Klotz, Gurt und die zerknüllte Decke einfach liegen. Dein Yogalehrer kann das schließlich für Dich später wegräumen. Gehört doch zum Service dazu

 

3. Sich eine Yoga-Stunde erschleichen

Du hast bereits eine kostenlose Probestunde gemacht und Lust auf mehr? Dann gehe zu unterschiedlichen Yogalehrern. Das wird schon nicht größer auffallen und wenn doch, dann überlege Dir schon mal ein paar Ausreden, warum die erste oder zweite Probestunde nicht wirklich als solche zählt. Das Yoga-Studio kann hier doch wirklich mal eine Ausnahme machen, schließlich willst Du ja langfristig Kunde werden.

oder

Deine 10-er-Karte ist vor 4 Wochen abgelaufen. Auch hier kann der Yogalehrer das Ablaufdatum nicht wirklich ernst nehmen. Du bist schließlich 3 Monate durch Indien gereist und hast Dir Yoga in seinem Ursprung angeschaut. Danach musstest Du Dich von einer schweren Lebensmittelvergiftung auskurieren und als Du wieder bei Kräften warst, hast Du Deinen neuen Freund in die deutsche Kultur eingewiesen. Also liebe Yoga-Lehrer hier kann man doch wirklich erwarten, dass ihr ein Auge zudrückt, oder? Die Kosten für Raum und Nebenkosten können schließlich nicht so hoch sein.

 

4. Klatsch und Tratsch während des Unterrichts austauschen

Der Arbeitstag war hart. Deine Kollegen gingen Dir mal wieder tierisch auf die Nerven. Aber der neue Chef ist schon ziemlich sexy, ob der wohl eine Frau hat? Das sind brandheiße Themen, die dringend ausgetauscht werden sollten. Am besten nicht bis daheim warten. Such Dir eine nette Mattennachbarin aus, die garantiert nicht NEIN zu Deinen tollen Geschichten sagen kann und dann geht es auch schon los. Und wenn es mehr Leute als Deine direkten Mattennachbarn stört? Dann sollen die ihren Ujjayi-Atem einfach verstärken oder der Yogalehrer einfach etwas lauter sprechen. Das wird schon irgendwie gehen.

 

5. Auf seinem Platz beharren

Der Yogaraum ist für alle da! Irgendwie ja, doch Du hast auf Perspektivwechsel so gar keinen Bock. Außerdem ist die Energie genau an diesem Platz am besten.

Mist, heute ist der Dein Stamm-Platz schon belegt? Kein Problem. Rück Deine Matte so nah an den oder die Platzbelege(rin) ran, dass Dein Platz freiwillig geräumt wird. Am besten trage dazu noch ordentlich Parfum, so dass auch alle um Dich herum Dir mehr Platz einräumen, als Du eigentlich bräuchtest.

 

6. Ablenkungen

AblenkungenZeige, dass Du Multi-Tasking fähig bist. Lege Dein Smartphone oder Tablet direkt vor Dir auf die Yogamatte, so dass Du sofort auf Anrufe, Facebook-Nachrichten oder Ähnliches reagieren kannst. Wenn Du im herabschauenden Hund noch mit einer Hand auf dem Smartphone tippst, sieht auch jeder gleich, dass Du zu den fortgeschrittenen Yogis gehörst. (Siehe Bild)

 

7. Klangspiele

Du findest Klangschalen, Om’s oder Harmoniumklänge nervig? Dann mach doch Dein eigenes Konzert. Gut geeignet sind kleine Glöckchen am Fußgelenk, klimpernde Armbänder oder eine Uhr, die zu jeder Viertelstunde piept. So kommt ein bisschen Abwechslung in den Yoga-Unterricht.

Das war jetzt nur ein kleiner Auszug an Möglichkeiten. Fällt Dir noch mehr dazu ein? Schreib einen Kommentar und ergänze diese Liste.

Namasté
Deine Diana

Bildquellen:
Meditation ©Diana-Yoga
Business-Yogi ©byheaven@Fotolia.com

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3 Kommentare
  1. Kat
    Kat says:

    Toller Artikel!!!!! Bis auf Punkt 7 kenne ich alles aus meinem Studio 🙁
    Supertoll auch: Um keinen Cent des All-in-Abos zu verschenken schleppt man/frau sich mit dem schlimmsten Husten auf die Matte. So können gleich nebenbei noch ein paar Leute angesteckt werden – abgesehen davon, dass man selber in Shavasana vor lauter Husten gar nicht zur Ruhe kommt.

  2. zsuzsa
    zsuzsa says:

    Oh, da fällt mir echt viel ein!
    * Männer, die nach 1 Minute Entspannung laut losschnarchen („Ich hatte so einen anstrengenden Tag, da kann ich doch nix für!“)
    * junge ehrgeizige Mädchen, die total gelenkig sind und immer „Kopfstand, Kopfstand“ fordern und für die Yoga eine hippe Form der Gymnastik ist (und kein Yogalehrer klärt sie auf – das ist fast noch schlimmer)
    * männliche Singles, die einem im Hund in den Ausschnitt starren …

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