Wie findest du zu dir selbst?

Wie finde ich zu mir selbst?

Jeder weiß, dass es nicht den einen Weg zur Selbstverwirklichung gibt. Vielleicht nennt man es auch besser nicht Selbstverwirklichung und auch nicht Erleuchtung, sondern vielmehr den Sinn des Lebens oder die Suche nach einem Selbst.

Aber nach was genau suchen wir? Ist es etwas, dass die Leere in uns ausfüllt? Ist es etwas, dass uns zufriedener und glücklicher macht? Ist es der Traum nach Wunschlosigkeit, Klarheit und Gelassenheit oder sehnen wir uns einfach nach Halt bei schwierigen Situationen?

Manch einer findet seinen Sinn des Lebens bereits früh und geht nicht nur einem Job nach, sondern seiner Berufung und geht ganz darin auf. Dann fühlst du dich ausgefüllt und freust dich jeden Tag darüber das zu tun was du machst.
Ein anderer beginnt die Suche während der Midlife-Crisis, nach einem Burn-Out oder wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Aber wie soll man anfangen? Geht man den Weg alleine mit Hilfe eines Buches, oder lieber mit Gleichgesinnten während eines Kurses oder Seminar? Wie blickt man durch in dem wilden und undurchdringlichen spirituellen Dschungel an „Selbstfindungs-Kursen“? Wie unterscheidet man Quacksalber und Abzocker von den „wahren“ Gurus, die uns aus dem Dunkel ins Licht führen. Die Angebote sind mal irre teuer, mal nur auf Spendenbasis. Ist teuer aber auch gleich gut?

Da stellt sich einem doch unweigerlich die Frage, ob man erst alles ausprobieren und dafür ein Heidengeld ausgeben muss, um dann am Ende immer noch weit entfernt ist von dem persönlichen Tool zur Selbstfindung? Nicht unbedingt.

Timm Kruse hat in seinem Buch „Meditiere ich noch oder schwebe ich schon“ eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Selbstversuchen ausprobiert und seine persönlichen Erfahrungen auf seinen unterschiedlichen Wegen beschrieben. Dieser Leitfaden gibt schon mal einen guten Überblick über die gängigsten Wege der Spiritualität und macht Lust auf Ausprobieren.

Der Autor Timm Kruse unterscheidet 5 verschiedene Wege:

  1. Den mentalen Weg über den Kopf, z.B. Yoga-Nidra, QLB, Schweigeseminare
  2. Den körperlichen Weg, z.B. Yoga oder Fasten
  3. Den schnellen Weg, z.B. Hypnose, Pendeln oder Singen und Tanzen
  4. Den transformativen Weg, z.B. Zeit im Kloster, Gurus
  5. Den natürlichen Weg, z.B. über Reisen

Beim Lesen war ich erstaunt und zutiefst beeindruckt, wie viel Zeit und Kraft Timm Kruse in diese Reise durch die Spiritualität auf sich genommen hat, vor allem beim Fasten und „Leben wie Buddha“ ging er an seine persönliche Grenze.

Man merkt beim Lesen recht schnell welche Möglichkeit einen anzieht und vor welcher es einem eher graut. Daher wirkten manche Kapitel für mich zu kurz, wo ich gerne noch mehr erfahren hätte und z.B. ich gerne auf das Kapitel mit dem Lach-Yoga verzichtet hätte. Doch das ist Geschmackssache.
Am Ende eines jeden Kapitels weiß der Leser woher die Methode kommt, was es bringt, für wen es geeignet ist und ob es etwas Vergleichbares auf dem spirituellen Markt gibt.

Super fand ich die zusätzlichen Tipps und zahlreichen Links zu Anbietern oder auch kostenlosen Downloads zu Meditationen. Für jeden, der am Ende immer noch nicht weiß, welcher Weg am ehesten inspiriert, gibt es noch einen kleinen „Persönlichkeitstest“.

Fazit: ein kleiner aber feiner Wegweiser für 12,95€ der durch die Welt der Spiritualität führt und für alle geeignet ist, die auf Sinnsuche sind.

Ich wünsche dir eine schöne spirituelle Reise
Deine Diana

Bildquelle: pixabay.com

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