Yoga-Praxis: Du bist, wie Du übst!

du bist wie du übst

Als Yogalehrer sieht man in die Gesichter der Schüler und die sprechen manchmal Bände 😉

Manche schauen so ernst, dass ich das Gefühl habe, wenn Blicke töten könnten, müsste ich auf der Stelle tod umfallen. Andere sind so verkrampft, dass ich förmlich sehe, wie der Kiefer verspannt und der Atem zu stocken beginnt.

Es ist zu viel Verbissenheit und zu wenig Leichtigkeit im Üben. Meist versuche ich, mit einem Witz die Stimmung wieder aufzulockern. Es gilt ja kein Ziel zu erreichen, sondern sich selbst kennenzulernen.

Wie Du übst, ist wichtiger als das, was Du übst.

Du kannst angespannt Yoga praktizieren und versuchen Deinen Körper in die Asanas zu zwingen, für die Dein Körper noch nicht bereit ist. Während Du auf die Zähne beißt und die Stirn runzelst und lediglich Dein Ego zufrieden ist, weißt Du insgeheim, dass Du weiter auf der Höher-Schneller-Weiter-Welle unterwegs bist. Vorwiegend übertönt der Kopf den Körper und der darf nicht zu Wort kommen. Oder Du bewegst Deinen Körper mit Leichtigkeit, lässt den Atem voll und tief sein, genießt das, was passiert und hörst rechtzeitig auf, bevor Du Dich verletzt. So fühlt es sich an, wenn der Körper ein Mitspracherecht hat.

Du wirst genau das zurückbekommen, wie Du übst. Übst Du immer angespannt, wirst Du immer mehr Spannung aufbauen und „gestresst“ die Yoga-Stunde verlassen. Versuche die Yoga-Praxis unbeschwert und leicht anzugehen und Du gehst gelassen und entspannt von Deiner Yogamatte. So kriegst Du mehr, mit viel weniger Aufwand.

Denk einmal an das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“. Wenn Du nur das Ziel vor Augen hast, übersiehst Du die schönen Blumen am Wegesrand, die Deinen Weg säumen. Im übertragenen Sinne, freue Dich über das, was Du schon erreicht hast und sei stolz darauf. Du darfst auf dem Weg zum Ziel durchaus auch einmal Zeit für eine Rast nehmen und genießen.

Wer immer nur verbissen nach seinem Ziel strebt, kann schnell mal einen Stein, der Dir im Wege liegt, übersehen. Du stolperst und verletzt Dich. Genau wie im Yoga.

Das Ziel des Yoga ist es, in den Augenblick einzutauchen und präsent zu sein, sodass der Geist zur Ruhe kommt und nicht die Selbstkasteiung. Vielleicht erinnerst Du Dich an meine Worte, wenn Du Dich das nächste Mal auf Teufel komm, raus verrenkst und Dich hinterher selbst tadelst, was Du alles nicht kannst.

Namasté
Deine Diana

Bildquelle:elements.envato.com

Mehr in: Übungstipps

2 Kommentare

  1. Hallo, ja das kenne ich zu gut. Sowohl als Praktizierende als auch auch Unterrichtende. Beides ist mir bekannt…. Daher konnte ich heute Morgen schmunzeln, als ich dies las.
    Danke für das Schmunzeln am Morgen 🙂

    Grüße
    Anja

  2. Liebe Diana
    Ich habe mich jetzt gut eine halbe Stunde auf deiner Seite getummelt und auch einige Einträge gelesen. Sehr schön wie du das machst und ich habe mir einige Anregungen geholt für meine Yogastunden. Danke dafür, ich werde wieder mal vorbeischauen.
    Liebe Grüsse aus Spanien und Namasté
    Mona

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Namasté

Ich bin Diana, Yoga-Enthusiastin und Bloggerin.

Hier schreibe ich über mein Leben als leidenschaftliche Yogini auf und neben der Yogamatte.

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