Yoga-Anatomie – Wie kommt eigentlich die Schokoladenseite zu Stande?


Letzens hat mich nach der Yoga-Stunde eine Teilnehmerin gefragt, warum sie mit ihrer Schokoladenseite immer alles besser kann?

Eine spannende Frage, die vielleicht nicht nur meine Yoga-Teilnehmerin interessiert, sondern auch dich.

Wir gehen immer grob davon aus, dass wir symmetrisch sind, doch genau das Gegenteil ist eigentlich der Fall.

Kein Mensch ist symmetrisch!

Symmetrie ist eher die Ausnahme, die Asymmetrie eher die Regel. Es ist oft ein fließender Übergang, so dass nicht immer leicht festzustellen ist, wo die Symmetrie endet und die Asymmetrie beginnt.

Wir haben zwar eine Körpermitte und von ihr gehen Arme und Beine nach außen ab, was uns rein äußerlich ein relativ symmetrisches Bild gibt. Schaut man aber genauer hin, so ist vielleicht ein Auge etwas größer oder die Ohren sitzen nicht exakt auf einer Höhe. Ganz oft ist auch ein Fuß etwas länger oder breiter als der andere. Sicherlich sind dir noch andere Unterschiede an dir aufgefallen. Wenn nicht, dann begib dich doch mal auf die Suche.

In unserem Körperinneren sind wir ebenfalls nicht seitengleich gebaut, so liegt zum Beispiel das Herz eher linksseitig während die Leber rechts liegt oder die beiden unterschiedlich großen Lungenflügel.

Hast du als Rechtshänder oder Linkshänder schon mal probiert hast, einfache Dinge mal mit der „ungewohnten“ Hand zu machen? Zähneputzen ist da noch eine der leichteren Übungen, aber was ist mit Schreiben? Sicherlich hast du bemerkt, dass sich das oft unrund anfühlt oder sogar manchmal schlicht unmöglich ist.

Dieses kleine Beispiel macht deutlich, dass wir uns doch recht einseitig bewegen, so entstehen Muskeldysbalancen, d.h. Muskeln die unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Wären wir „Beidhänder“ und würden wir im Alltag nicht so viel sitzen, wäre unsere Schokoladenseite womöglich nicht ganz so stark ausgeprägt.

Die Asymmetrie hört bei den Händen und Armen allerdings nicht auf, sondern zieht sich durch den ganzen Körper. Wenn bestimmte Körperteile nicht genügend benutzt werden, kann das zu Fehlhaltungen, Muskelverspannungen und daraus folgend auch zu Schmerzen führen. Und so kommt es dann am Ende zu einer mal mehr, mal weniger großen Dysbalance. Probleme mit der Schulter, Rücken, Hüfte und Knie sind die Folge. Vielleicht hast du schon mal vom sogenannten „Beckenschiefstand“ gehört, dergehört auch zu den häufigen Dysbalancen.

Gerade Leistungssportler oder Menschen die einen Beruf ausüben, der sie körperlich stark fordert, sind von Dysbalancen besonders betroffen.

Was gut funktioniert wird gerne und oft benutzt und so verwundert es nicht, dass wir auf unserer sogenannten Schokoladenseite auch viel häufiger mit Verletzungen und Verschleiß zu tun haben, da sich nach und nach der Körperschwerpunkt verschiebt.

Damit dir nicht das Gefühl für deine weniger genutzte Körperhälfte verloren geht, kann Yoga dir helfen, dass sich wieder Balance im Körper einstellt. Nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern auch auf der geistigen Ebene.

Anders als bei anderen „Sportarten“ werden beim Yoga immer alle Seiten (rechts/links, vor/zurück und gedreht, sowie geneigt) geübt, um wieder Harmonie zwischen den Körperseiten herzustellen, so dass das Prana (unsere Lebensenergie) wieder frei fließen kann.

Namasté
Deine Diana

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