Yoga ist mehr als nur ein Fitness-Workout!

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Ganz egal, wieviel bereits über Yoga und die dahinter stehende Philosophie geschrieben und erzählt wird. Es gibt leider immer noch eine Menge Leute die meinen, dass Yoga ein toller Fitness-Trend ist und mehr nicht.

Versteh mich nicht falsch, aber mich ärgert nichts mich mehr als zu hören, dass jemand Yoga in die gleiche Kategorie wie Step-Aerobic oder Zumba einsortiert.

Ich finde es toll, dass Menschen Yoga als Teil ihrer Fitness-Routine nutzen, um ihren Rücken- und Schulterschmerzen den Garaus zu machen. Und ich merke auch in meinen Yoga-Unterrichten, dass es für Viele genau das ist, was sie gesucht haben. Das ist großartig!

Aber Yoga bietet so viel mehr und es ist manchmal frustrierend zu sehen, dass es nur auf die körperlichen Komponenten reduziert wird.

Hier kommen 5 Gründe die noch einmal deutlich machen, dass Yoga so vielmehr kann als ein reines Fitness-Workout.

Yoga ist ein Lebensstil, der nicht nur die Gesundheit verbessert, sondern auch allgemeine Qualitäten des Lebens und vielleicht sogar das Leben der Menschen um uns herum.

  1. Fitness ist ein toller Nebeneffekt, aber es ist nicht das “wahre“ Ziel von Yoga
  2. Es ist wahr, viele Menschen beginnen mit ihrem ersten Yoga-Kurs mit wenig mehr als dem Aspekt der körperlichen Fitness im Kopf. Bei den meisten dauert es aber nicht lange bis sie verstehen, dass es um noch viel mehr beim Yoga geht, als um bloße körperliche Ertüchtigung.

    Ich versuche in meinem Yoga-Unterricht daher das Interesse zu wecken über den Tellerrand zu schauen und tiefer in die Materie zu tauchen, indem wir die Philosophie des Yoga in homöopatischen Dosen mit in den Yoga-Unterricht einstreuen. Hinhören lohnt sich, wenn man etwas über sich lernen möchte.

  3. Beim Yoga geht es um das Gleichgewicht
  4. Mit Gleichgewicht meine ich nicht nur die Fähigkeit, auf einem Fuß zu stehen. Auch wenn Yoga sicherlich super dazu beitragen kann, Stabilität im Körper zu kultivieren. Ich meine eher die Balance zwischen Körper und Geist. Das Ausbalancieren zwischen Yin und Yang. Wenn du permanent auf der Überholspur unterwegs bist, kann Yoga dir helfen ein paar Gänge runter zu schalten. Wenn du weniger aktiv bist, kann Yoga dein Energielevel wieder anheben damit du dich leistungsfähiger fühlst.

    Im Yoga-Unterricht biete ich oft Yoga-Sequenzen im Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung an, bzw. ich gebe nach herausfordernden Yoga-Sequenzen Raum zum Nachspüren. So lernen Körper und Geist sich wieder auszutarieren.

  5. Yoga lädt dich ein, tiefer zu gehen
  6. Im Yoga lernst du wie dein Körper sich bewegt und auf die Bewegung reagiert. Du lernst, wie deine Muskeln arbeiten. Du übst, wie man selbst die kleinsten Muskeln benutzt, die du sonst nicht verwenden würdest, um andere Muskeln bei ihrer Arbeit zu unterstützen, damit sie nicht überbeansprucht werden.

    Als Yoga-Lehrerin versuche ich dabei zu unterstützen, vom Denken ins Fühlen zu kommen. So lernst du zu unterscheiden, ob der Körper nein sagt, oder ob der innere Schweinehund keine Lust mehr hat.
    Denke darüber nach, woher die Spannungen im Körper kommen. Wenn du dein Verhalten in deinem Alltag hinterfragst und dir z.B. auffällt in welchen Situationen du unter einer Fehlhaltung neigst, dann kannst du deine angespannten Muskeln auch eher loszulassen.
    Es geht aber nicht nur um die Kontrolle der Muskeln, sondern auch um die Steuerung der Gedanken. Wenn du realisierst, dass du immer alles schwarzsiehst, dann wird auch der Körper gestresst darauf reagieren.

  7. Yoga kann dich zu einem besseren Menschen machen
  8. Man könnte nun auch argumentieren, dass eine ausgewogene Fitness-Routine auch zu einem besseren Menschen führt, weil man sich besser fühlt. Aber das ist nur der Anfang beim Yoga. Die komplette Yoga-Praxis beinhaltet neben den Yoga-Übungen auch Atemübungen, Meditation, Selbststudium und auch ethische Themen mit dem Ziel, dein Selbst zu offenbaren nicht nur einen gesunden Körper.

    Um einen ganzheitlichen Yoga-Unterricht zu erleben, sollte Yoga-Stunde daher immer Atemübungen, Körperübungen enthalten und genug Zeit für die Entspannung und Meditation.

  9. Yoga kann die Welt verändern, nicht nur dich
  10. Übersetzt man Yoga aus dem Sanskrit ins Deutsche, so bedeutet es verbinden oder anjochen. Es geht um die Verbindung zwischen Körper, Geist und Atem. Aber es geht auch um die Verbindung von dir, zur Welt um dich herum. Die Yoga-Philosophie lehrt uns, dass das, was wir tun Auswirkungen auf unser direktes oder auch fernes Umfeld hat, weil wir alle auf einer energetischen Ebene miteinander verbunden sind.

    Wenn das wahr ist, dann ist die gute Beziehung zu dir selbst die Grundlage davon, dass du nett zu anderen bist.

    Die große Kunst ist es den schmalen Grat zwischen Forderung und Überforderung zu finden. In meinem Yoga-Unterricht biete ich gerne mehrere Varianten und Schwierigkeitslevel an. So kann jeder individuell daran arbeiten seine die inneren Grenzen schmelzen zu lassen, aber auf eine sanfte Art und Weise.

Yoga ist ein grandioses und wunderbares Konzept, um jeden Tag an sich arbeiten zu können, abgesehen von der Fitness.

Und jetzt frage ich dich: ist Yoga dasselbe wie Step-Aerobic, Zumba und Co.?

Ich bin auf deinen Kommentar gespannt.

Namasté
Diana

2 Kommentare
  1. Hans-Jürgen sagte:

    Liebe Diana,

    ich kann allen Deinen Ausführungen nur zustimmen. Yoga ist so viel mehr, als Workout oder Gymnastik. Wer sich darauf einlässt, macht wunderbare Erfahrungen und lernt sich selbst neu kennen. Ich nehme seit über 1 Jahr an Yoga-Kursen teil und habe das Glück, dass unsere Yoga-Lehrerin uns viel über die Sutren vermittelt und den achtgliedrigen Pfad. Wenn man das erstmal verinnerlicht hat, sieht man so vieles ganz anders. Und nicht nur mit geht es so, Yoga verändert den Menschen im positiven und lässt mehr Konzentration auf wirklich wichtige Dinge zu. Ich bin sehr dankbar dafür. Danke auch für Deine Webseite hier und dass es immer wieder Gedankenanstöße von Dir gibt.

  2. Belinda sagte:

    Liebe Diana

    Das sehe ich ganz genauso wie Du. Mich ärgert schon die Variante „Power-Yoga“, welche -wie könnte es anders sein- in den USA „erfunden“ wurde und eine amerikanische Art von Ashtanga Yoga sein soll. Nie im Leben ist Yoga dasselbe wie Step-Aerobic, BodyPump und Co! Das habe ich am eigenen Leib erfahren, als ich vor 6 Jahren mit Yoga anfing, um, zugegebenermassen, meinen damals 45 jährigen Körper in Form zu bringen, bzw. nach Jahren von sportlichen Ambitionen wie Skilanglauf, Joggen, Schwimmen und Mountainbiken, in Form zu halten.

    Dann stoppte ein Burnout meinen sportlichen Ehrgeiz. Von 180 auf Null über Nacht. Mochte keinen Finger mehr rühren. Monatelang. Ich war ein körperliches und seelisches Wrack! Und da kam Yoga ins Spiel. Der wahre Yoga. Der mit Meditation, Atemübungen und Achtsamkeit.Yoga lehrte mich, meinen Körper zu schätzen. Yoga fing mich in den dunkelsten Stunden auf. Mit Yoga lernte ich, mir selber zu vertrauen; auf meinen Körper zu hören. Yoga gab mir meine Energie zurück, auf einfühlsame, liebevolle, ruhige Art.
    Das vermag keine andere Bewegungsform! Die Seele schwingt mit, in jeder Asana, sofern diese mit Hingabe praktiziert wird.
    Ich muss nichts mehr verurteilen, weil alles einfach ist wie es ist. Darum lasse ich PowerYoga in seiner Form stehen. Das dürfen jene machen, die sich gerne auspowern und Freude an Step-Aerobic, BodyPump und Zumba haben. Sagt mir aber jemand mitten ins Gesicht „… ah Du machst Yoga, ist ja auch eine tolle Sportart“, dann kontere ich freundlich aber bestimmt: „Yoga ist keine Sportart, Yoga ist eine Lebensphilosophie“.

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