Was ist besser – Yoga Morgenroutine oder Yoga-Abendroutine?

Yoga-Morgenroutine-versus-Yoga-Abendroutine

 

Arbeitest du derzeit auch von zu Hause? Wie geht es dir damit? Für viele ist das Arbeiten aus dem Homeoffice nicht gerade einfach. Vom Schlafzimmer oder der Küche ist es nicht weit zum Arbeitsplatz. Vielleicht schaltest du deinen Laptop sogar schon vor dem Frühstück ein und er ist das eines der letzten Geräte, die du abends ausschaltest. So verschwimmt dein Arbeitstag mit deiner Freizeit. Du bist immer auf Habachtstellung und kommst nicht mehr wirklich zur Ruhe. Prinzipiell ist es ratsam einen klaren Schnitt von der Arbeit zur Freizeit zu machen.

Wie kannst du den Arbeitstag konkret von deiner privaten Zeit abtrennen?

Hier kommen meine Tipps. Es gibt hier verschiedene Ansätze. Sicherlich passt da auch was für dich.

Eine Möglichkeit wäre eine Yoga-Morgenroutine. Angeblich haben alle erfolgreichen Menschen eine etablierte Morgenroutine. Sie stehen im Morgengrauen auf und tun direkt etwas für sich.

Wie könnte die Morgenroutine konkret aussehen?

Also anstatt dein Handy als Erstes am Morgen zu schnappen oder den Rechner anzuschalten, versuche eine neue Gewohnheit aufzubauen.

Manchen reicht es dazu eine Stunde vor dem normalen Wecker klingeln aufzustehen, manche stehen bereits um 4 Uhr auf. Vielleicht fragst du dich was man so früh machen soll. Sie üben ein wenig Yoga, meditieren, planen konkret ihren Tag und bilden sich weiter, indem sie ein Buch lesen o.ä. und haben so schon vor dem Frühstück etwas für sich getan.

Das spricht dich an? Dann ist der nächste Schritt zu überlegen, wie viel früher du aufstehen möchtest? Und was du in deiner gewonnenen Zeit machen möchtest. Was kam in der letzten Zeit, oder besser gesagt im letzten Corona-Jahr zu kurz?

Mein Tipp: packe dir in dein Zeitfenster nicht zu viel hinein. Fange mit kleinen Schritten an. Vielleicht 10 Minuten meditieren und danach 20 Minuten Yoga. Kennst du schon mein Yoga-Video „Morgenroutine im Stehen“? Probiere dieses Yoga-Video doch gleich mal aus.

Strukturiere deinen Tag in Zeiten, in denen du arbeitest und plane nach jedem Arbeitsblock eine Pause ein. Das verhindert, dass du stundenlang auf den Rechner starrst und Nacken- und Schulterprobleme bekommst. Wenn sich das etabliert hat, weite evtl. die Zeitspanne aus und mache noch etwas anderes was dir guttut oder meditiere etwas länger.

Wenn du zu den Morgenmuffeln gehörst, fällt dir das sicherlich im Traum nicht ein. Bist du jetzt ein schlechterer Mensch? Natürlich nicht!

Warum versuchst du es nicht mit einer Abendroutine? Mit ihr kannst du deinen Tag abschließen und auch den Tag planen, allerdings dann den kommenden.

Wie könnte die Abendroutine konkret aussehen?

Du hast dein Arbeitswerk für den Tag vollbracht! Dann schalte deinen Laptop aus und lege ihn beiseite. Geh in Gedanken deinen Tag noch einmal durch. Was hast du alles geschafft? Was lief gut? Woran lag das? Da eine To-do-Liste schier unendlich ist, sind dort sicherlich Punkte, die noch nicht erledigt sind. Das ist okay. Schreibe dir für den nächsten Tag eine neue und übertrage unerledigte Punkte. So kannst du nichts vergessen und der Kopf wird für den Feierabend frei.

Was waren deine heutigen Krafträuber? Könntest du daran etwas verändern?

Und nun kommt die tatsächliche Abgrenzung von deinem Arbeitstag. Vielleicht schlüpfst du aus den Arbeitsklamotten in was Bequemes. Vielleicht kochst du etwas Leckeres oder genießt erstmal eine Tasse Tee. Womöglich ist für dich jetzt auch der richtige Zeitpunkt für deine Yoga-Praxis, um den Körper ein bisschen zu dehnen und zu strecken. Was auch immer du tust, es soll dir Freude bereiten und dir „heilig“ sein.

Egal was ist, versuche nicht mehr in deine E-Mails zu schauen, denn dort wird immer wieder etwas zu finden sein. Versuche die Nichterreichbarkeit auszuhalten – für dich.

Fazit:
Egal ob Morgen- oder Abendroutine. Feste Routinen geben deinem Tag Struktur und helfen dir, dass du am Ende nicht zu kurz kommst. Wenn du dir etwas nicht fest vornimmst, dann rutscht es ganz schnell ans Ende deiner Liste oder wird ganz gestrichen. „Ist ja nicht so wichtig“, „hat ja keine direkten Konsequenzen“.
Da bin ich mir nicht so sicher und du eigentlich auch nicht, oder? 😉

 

Nach kürzester Zeit gibt dir dein Körper unüberhörbare Signale. Du bist wieder komplett verspannt und nervlich gereizt. Lass es nicht so weit kommen und gibt dem inneren Schweinehund einen festen Tritt in seinen Allerwertesten.

Yoga ist eine wunderbare Möglichkeit, abzuschalten – besonders in diesen Zeiten. Ganz egal ob im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung. Und wenn es nur  20 Minuten am Tag sind, diese Zeit solltest du dir bewusst für dich, deine eigene Gesundheit und Entspannung frei halten.

Und nichts ist schöner, als dieses zufriedene und erfüllte Gefühl nach deinem Savasana.

Namasté
Deine Diana

2 Kommentare
  1. Diana sagte:

    Liebe Beatrice,
    wie schön, dass du deine Routine für dich gefunden hast.
    Wenn man für sich festgelegt hat, dass um 18:00 Uhr Yoga auf dem Programm steht, dann macht das den Kopf auch frei.
    So muss weder darüber nachdenken, ob heute noch Zeit für Yoga wäre oder noch seinen inneren Schweinehund überzeugen.
    Eine tolle Sache, so eine Routine 🙂

    Mach weiter so
    Diana

  2. Beatrice sagte:

    Liebe Diana, ich arbeite zur Zeit auch im Homeoffice. Was mir tatsächlich hilft ist das, was Du bereits beschrieben hast: ich für meinen Teil benötige eine Yoga-Abendroutine. Ab 18 Uhr ist Schluss mit Arbeit, ob mit oder ohne vollständig erledigten Emails! Dann rolle ich die Matte aus und praktiziere erstmal eine halbe Stunde Yoga. Meistens folgt dann Abendbrot, und zu einem späteren Zeitpunkt, so um 21.00 Uhr, noch einmal eine ruhigere Yin-Yoga-Einheit. So habe ich mir eine gut funktionierende Struktur aufgebaut, die mich nach dem Tag zur Ruhe kommen lässt. Zugegeben, es benötigt zu Anfang einiges an Disziplin, da dranzubleiben, aber es lohnt sich! Herzgruss, Beatrice

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