Yoga Sutra II.46

Yogasutra-II-46

Das heutige Sutra, das ich euch vorstellen möchte, ist die Einleitung zu einer mehrteiligen Yoga-Serie mit einer Reihe von Yogaübungen zum Thema „Zusammenspiel von Kraft und Leichtigkeit“.

Yoga Sutra II.46

sthirasukhamasanam

Die Verbindung zur Erde sollte stabil, leicht und freudvoll sein.

sthira:               stabil oder fest

sukha:              leicht, angenehm, freudvoll

asana:              Haltung, Sitz, Verbindung zur Erde

Das was Patanjali mit diesem Sutra meint, beschränkt sich nicht nur auf unsere Yoga-Praxis sondern hat vielmehr auch einen Einfluss auf unser tägliches Leben.

Asana (Yoga-Haltung) wird meist als Sitz oder Haltung bezeichnet. Und ganz gleich welche Haltung wir einnehmen, ein Teil unseres Körpers ist immer mit der Erde verbunden. Dafür sorgt allein schon die Schwerkraft.

Mit Erde ist allerdings nicht nur die Yogamatte oder der Boden auf dem wir stehen gemeint, sondern alle Dinge, alle Erscheinungen um uns herum. Mit Erde ist sogar die Luft die wir atmen, das Wasser, das wir trinken, alle Lebewesen aber auch Pflanzen mit denen wir tagtäglich in Berührung kommen, gemeint.

Nach Patanjali, soll der Sitz also die Verbindung, die wir zu unserer Umwelt haben stabil und freudvoll sein, sowohl in unserem Körper als auch in unserem Geist. Das Wort Asana, in diesem Sutra beschreibt daher auch das Ziel Deiner Yoga-Praxis.

Für mich bedeutet dieses Sutra auch, Freude und Spaß am Leben haben. Auf jede Anspannung sollte auch wieder Entspannung folgen. Und wer die Leichtigkeit des Fliegens spüren möchte, der braucht Kraft, um in die Luft zu springen.

Was ist Deine eigene Interpretation des Yogasutra II.46? Schreibe mir doch einen Kommentar. Ich freue mich.

Om, Shanti
Deine Diana

P.S. Verpasse nicht den dazugehörigen Yoga-Workshop von Patricia Thielemann (Spirit Yoga Berlin). Jetzt immer montags!

Bildmaterial: ©Julia Kaupp@pixelio.de

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  1. […] haben das Ziel des Yoga erreicht, wenn wir eine stabile und glückliche Verbindung zu Erde haben (Yoga Sutra II.46). In diesem Moment gibt es weder zu viel noch zu wenig […]

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