Yoga-Übung der Kopfstand – Salamba Sirsasana

Yoga-Übung-Kopfstand-SirsasanaHeute stelle ich Dir die Königin aller Yoga-Haltungen vor, den Kopfstand oder wie er im Sanskrit heißt, Salamba Sirsasana. Salamba steht für unterstützt und Sirsa bedeutet Kopf.

Es ist interessant, wie viel Angst Menschen vor dieser Haltung haben. Gerade heute rief mich eine neue Yogaschülerin an und fragte: „aber den Kopfstand üben wir nicht, oder?“ Ich konnte Sie beruhigen, denn in Anfängerklassen unterrichte ich prinzipiell keinen Kopfstand.

Denn um sicher im Kopfstand stehen zu können, braucht es zuallererst Mut, dann Kraft und auch Balance.

Hat man es einmal raus, kann man von seiner beruhigenden Wirkung profitieren. Weitere Vorteile sind, die Stimulierung der Hirnanhangdrüse und der Schilddrüse, sowie einer Stärkung der Muskulatur von Armen, Beinen und rund um die Wirbelsäule. Deine Organe freuen sich, dass Sie mal von der Schwerkraft in die andere Richtung gezogen werden und belohnen dies mit einer besseren Verdauung.

Deinen ersten Kopfstand solltest Du unbedingt unter Aufsicht eines erfahrenen Yogalehrers üben!

Die folgende Schritt für Schritt-Anleitung ist für Fortgeschrittene und dient lediglich dazu, die Schritte in und aus dem Kopfstand nochmals zu wiederholen und aufzufrischen.

So geht’s:

  • Jetzt senke Deine Unterarme auf den Boden und verschränke Deine Finger ineinander.
  • Lege die Krone Deines Kopfes zwischen die Handflächen auf den Boden.
  • Drücke Deine Unterarme und Ellenbogen fest in die Matte und hebe die Schultern weg von Deinen Ohren.
  • Nun laufe mit den Füßen in Richtung Deines Kopfes. So weit, bis Dein Rücken ganz gerade ist, bzw. sich Dein Steißbein über Deinem Kopf befindet.
  • Atme tief und hebe mit Unterstützung Deiner Bauchmuskeln die Beine an.
  • Wenn Du spürst, dass Du stabil stehst, kannst Du die Beine in die Luft strecken. Die Füße sind geflext.
  • Stell Dir vor jemand zieht Dich an den Füßen nach oben. So generierst Du Länge in der Wirbelsäule und arbeitest mehr aus den Armen. Das Gewicht sollte nur zu einem ganz kleinen Teil auf dem Kopf lasten.
  • Lass den Bauch und den Beckenboden angespannt und ziehe die unteren Rippen in Richtung Wirbelsäule. Das verhindert ein Hohlkreuz.
  • Halte den Kopfstand so lange es für Dich angenehm ist.
  • Wenn Du die Haltung wieder verlassen möchtest, beuge zuerst die Beine.
  • Dann setze die Füße vorsichtig auf der Matte auf.
  • Ruhe für ein paar Atemzüge in der Kindshaltung, Balasana und entspanne den Nacken.

Anfänger-Tipp:

Wenn es Dir schwer fällt die Balance zu halten, dann kannst Du gerne zur Unterstützung an die Wand gehen. D.h. Du legst Deine gefalteten Hände ca. 10 cm vor die Wand. Läufst mit den Füßen in Richtung Kopf und hebst Deine Beine. Wenn die Beine gerade sind, leg die Fersen an der Wand ab. Versuche nun Stabilität in die Haltung zu bekommen und die Füße von der Wand wegzunehmen. Am besten gelingt dies, wenn Du beide Füße gleichzeitig bewegst.

Den Kopfstand solltest Du nicht ausführen, wenn Du starke Probleme mit dem Rücken oder Nacken hast, Deine Menstruation hast, unter hohem Blutdruck leidest und bei bestehenden Kopfschmerzen.

Hast Du schon Erfahrung mit dem Kopfstand? Was sind Deine Erfahrungen? Hast Du noch weitere Tipps für Yoga-Anfänger? Ja? Dann freue ich mich über einen Kommentar.

Viel Spaß beim Üben
Deine Diana

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3 Kommentare
  1. Tina
    Tina says:

    Bei dem Kopfstand handelt es sich doch um den König / Vater der Asanas. Nicht die Königin. Schließlich aktivieren wir ja auch mit dem Kopfstand unsere rechte, männliche Seite. Namastè!

  2. Diana
    Diana says:

    Hallo Stephan,

    ja, das mit dem Ehering handhabe ich genauso. Allerdings blöd, wenn man ihn dann vergisst wieder anzuziehen und er im Yogastudio liegen bleibt. Ist mir zumindest schon mal passiert 😉

    Danke für den zusätzlichen Tipp mit den Oberarmen.

    Liebe Grüße
    Diana

  3. Stephan
    Stephan says:

    Um die Unterarme im richtigen Winkel zu haben, nutze ich immer einen kleinen Umweg. Mit beiden Händen umfasse ich meine Oberarme, damit der Abstand nicht zu groß und nicht zu klein ist. Dann falte ich die Hände, lege den Kopf dorthin.

    Ach ja, auch wenn es für manche befremdlich klingt, ohne Ehering klappt mein Kopfstand besser, denn sonst kann der Ring bei den gefalteten Händen mitunter unangenehm drücken.

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