Die siebte Stufe des 8-gliedrigen Pfads: Dhyana

Was ist Dhyana

Dhyana oder Meditation, wie die vorletzte Stufe des achtgliedrigen Pfads auch genannt wird, ist die ungestörte Konzentration. Du wirst jetzt sicherlich denken, wieso, das war doch Dharana auch schon, oder nicht? Richtig, die Unterscheidung ist unglaublich fein.

Im Zustand des Dharana findet die gezielte Aufmerksamkeit statt. Anstatt sich auf den Atem, ein Mantra, oder ein Objekt wie eine Kerzenflamme zu konzentrieren, verblasst in Dhyana, die Notwendigkeit der Konzentration. Das was bleibt, ist reines Bewusstsein oder Klarheit. Ich weiß, das ist nicht ganz leicht zu verstehen, aber vereinfacht ausgedrückt: In der Meditation entsteht ein bewusster Zustand (wach) aber ohne Konzentration.

Der Geist ist in diesem Zustand so beruhigt worden, dass er in dieser Stille keinerlei Gedanken mehr produziert. Um diesen Zustand der Ruhe und Stille zu erreichen, bedarf es einer Menge Ausdauer und Disziplin (Tapas), aber es ist nicht unmöglich. Vielleicht hast Du auch schon erlebt, wie Du aus Dharana einen winzig kleinen Moment in Dhyana eintauchst und dann wieder zurück in Dharana kommst. Das ist ganz normal, denn bewusst können wir unsere Gedanken nicht einfach abstellen. Je öfter man übt, desto häufiger und länger entstehen diese Lücken zwischen den Gedanken.

Während dieses Bewusstseins, kommt es häufig zu einer erhöhten Wahrnehmung und Erkenntnis. Jeder empfindet den Zustand der Meditation auf seine eigene ganz persönliche Weise. Manche Menschen können es in Worte fassen und beschreiben, dass sie Farben gesehen haben, mit Dingen verschmolzen sind oder ähnliche Phänomene. Bei manchen passiert auch einfach nichts und sie genießen den Zustand.

Jetzt wird auch deutlich, warum Yoga ein lebenslanger Prozess ist 😉 Und auch wenn wir diese Stufe vielleicht niemals wirklich erreichen werden, so profitieren wir in jeder Phase unseres Fortschritts. In jedem Fall hilft regelmäßige Meditation uns, dass wir mehr in der Gegenwart, also im Hier und Jetzt leben.

Das, was wir im Yoga-Unterricht üben, ist eigentlich Dharana und weniger Dhyana. Denn wir konzentrieren uns z.B. auf die Atmung, auf ein Mudra, usw.
Zu sagen, dass wir jetzt meditieren, hat also eher einen „Marketing-Zweck“ und verdeutlicht besser worauf wir hinauswollen als wenn wir sagen, dass wir uns nur auf eine Sache konzentrieren wollen. 😉

Namasté
Deine Diana

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Namasté

Ich bin Diana, Yoga-Enthusiastin und Bloggerin.

Hier schreibe ich über mein Leben als leidenschaftliche Yogini auf und neben der Yogamatte.

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