Lerne Dich über Yoga besser kennen

Mit Yoga RelaxenYoga verändert Dich. Das erzählt Dir Dein Yoga-Lehrer sicherlich immer wieder.

Vielleicht hast Du es an Dir schon bemerkt?
Doch gerade Yoga-Anfänger fragen sich vielleicht: Was verändert sich?
Wann verändert es sich?
Und warum muss sich überhaupt etwas verändern?


Ganz allgemein gesprochen, verändert sich alles und zwar permanent. Manches bemerken wir, z. B. das Wetter. Anderes passiert so langsam, dass wir es erst mit der Zeit realisieren, z.B. das Verblassen der Tapetenfarbe oder das Wachsen von Bäumen. Veränderung passiert und ist auch kaum aufzuhalten.

Seine eigene Veränderung kann man bewusst steuern. Der erste Schritt ist, sich selbst zu beobachten und zu hinterfragen. Dass man während einer schweißtreibenden Yoga-Stunde seine Verhaltensmuster erkennt, um sie dann im Alltag zu korrigieren, erscheint auf den ersten Blick unmöglich. Aber mit einigen Beispielen wird Dir schnell klar, so wie Du Dich auf der Yogamatte verhältst, so verhältst Du Dich auch im Alltag. Vielleicht kommen Dir die Beispiele ja bekannt vor 😉

Du übst den Baum, Vrksasana. Du hast diese Yoga-Übung schon viele Mal praktiziert und heute wackelst Du wie eine Trauerweide. Statt es einfach hinzunehmen, ärgerst Dich über Dich selbst und kippst kurz darauf um.
Warst Du hier evtl. etwas zu verbissen am Werk? Oder warst Du in Gedanken abwesend?
Wie verhältst Du Dich in schwierigen Situationen im Alltag? Beisst Du Dich durch und versucht verbissen ein 100%iges Ergebnis zu erzielen? Akzeptierst Du Deine Fehler und auch die bei anderen?

Bei der einfachen Vorwärtsbeuge, Uttanasana kannst Du mit den Fingerspitzen den Boden berühren und bist zufrieden. Dann schweift Dein Blick nach rechts und Du siehst wie Deine Mattennachbarin mit der flachen Hand auf den Boden drückt. Du denkst: „Warum kann ich das nicht so gut, ich mach doch schon viel länger Yoga als sie?“
Freust Du Dich, wenn sich Deine Freundin ein teures schickes Kleid kauft, oder bist Du neidisch, weil Du es Dir nicht leisten kannst?

Es kann aber auch durchaus sein, dass Du positive Verhaltensmuster erkennst. Mutig übst Du den ersten Handstand ohne Angst zu haben umzufallen. Es ist Dir nicht wichtig wie Du dabei aussiehst und ob es klappt, Hauptsache es macht Spaß. Und wie ist das im Alltag? Verhältst Du Dich bei neuen Aufgaben, die Du noch nicht kennst ähnlich gelassen?

So oder so ähnlich, können uns unsere Gedanken beeinflussen. Je mehr Du Dich mit Deiner Selbstforschung beschäftigst, desto mehr Beispiele wirst Du finden. Daher verwundert es nicht, dass das Selbststudium (Svadhyaya) einen wichtigen Bestandteil auf dem Yoga-Weg einnimmt.

Yoga heißt, bewusst zu Üben. Höre auf Deinen Körper und verurteile Dich nicht für Deine Schwächen. Nimm die täglichen kleinen Veränderungen wahr. Akzeptiere sie, wenn Du sie nicht ändern kannst und ändere sie wenn es möglich ist.

Nutze Deine Yoga-Praxis bewusst, um Dich besser kennen zu lernen und freue Dich über neue Erkenntnisse.

Namasté
Deine Diana

Bildquelle: iStock.com/seanfboggs

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5 Kommentare
  1. Mel
    Mel says:

    Hallo Diana,

    danke für die tolle Seite die mir als Yoga-Anfängerin sehr hilfreich ist.
    Genau dieser Beitrag passt, weil man sich darin wieder erkennt, denn gerade wenn man anfängt, neigt man dazu die Nachbarn zu betrachten wie gut sie es schaffen, ertappe mich auch dabei, dass ich teilweise zu weit gehe um nicht als erste aus der Yoga Position rauszugehen.

    Also noch mal danke für die wertvollen Tipps auf deiner Seite.

    Grüße Melanie

  2. zoa
    zoa says:

    hallo diana,

    super beitrag.
    yoga lehrt vieles, besonders akzeptanz. finde ich.
    es geht zu allererst um einen selbst. akzeptiert man sich, kann man seine umwelt akzeptieren. akzeptiert man sich, kann man kleine und große dinge an sich selbst ändern.
    ebenso lehrt es gelassenheit und auch achtsamkeit.
    achtsam mit seinem körper sein. ich beobachte das manchmal in den yogastunden, das gerade yogaanfänger sich in manche positionen stürzen wie bspw. den schulterstand. mit der zeit lernt man, auf seinen körper zu hören und mit ihm kostbarer umzugehen. auch glaube ich, dass sobald man mit sich achtsamer umgeht, dieses ebenfalls auf seinen umwelt überträgt..
    viele grüße
    zoa

  3. Erik
    Erik says:

    Es gibt viele Formen um zur Ruhe zu kommen. Wer mit sich selber alleine sein kann, wird auch mit anderen guten Umgang haben.

  4. Sandra Cugier
    Sandra Cugier says:

    Hi Diana,

    bevor es gleich bei mir los geht noch schnell ein paar Worte:

    Yoga verändert mich, obwohl ich es erst seit ca. 3 Wochen praktiziere. Täglich 20-30 Minuten. Ich freue mich jeden Tag auf meine Einheit. Ich muß mich nicht zwingen. Ganz im Gegenteil. Meinem Rücken gehts besser und ich bin gelassener geworden, schon jetzt. Zufriedener und ich akzeptiere meinen Körper viel mehr. es fühlt sich schön an sich zu dehnen, zu recken und stärken. Sogar meine 15 jährige Tochter kommt plötzlich dazu und wir machen gemeinsam, wenn es möglich ist, Yoga. Es macht ihr Freude und tut auch ihrem Rücken sehr, sehr gut. Und so haben sie und ich etwas, was wir gemeinsam machen. 🙂

    Danke für Dein neues Thema und danke für diesen tollen Blog.

    Liebe Grüße
    Sandra

  5. Christina
    Christina says:

    Hej,
    super, genau mein Thema im Moment!!! Hab mich und mein Denken in den letzten Wochen etwas schludern lassen und hab grad gestern beschlossen, wieder achtsamer zu werden und mich mehr zu beobachten (grad beim Yogaüben)…
    Danke!

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