Entspannter werden auf der Yogamatte und im Alltag

Keep Calm and never give up

Es gibt bestimmte Berufsgruppen die permanent unter Strom stehen und trotzdem entspannt bleiben müssen, z.B. Feuerwehrleute, Profisportler, Chirurgen um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Sie müssen stets einen klaren Kopf bewahren, um erfolgreich und sicher arbeiten zu können.

Ähnlich geht es uns in herausfordernden Asanas oder bei Yoga-Übungen, die an unseren Kraftreserven zehren. Aber wie bleibt man auf der Yogamatte in solch einer Situation entspannt?

So, wie wir unsere Muskeln trainieren, können wir auch die Fähigkeit der Gelassenheit üben. Hier findest du einige hilfreiche Möglichkeiten wie du auf und neben der Yogamatte cool bleibst, auch wenn es heiß her geht.

Anspannung loslassen

Versuch die Anspannung aus den Körperbereichen herauszunehmen, die gerade nicht benötigt werden. Entspanne z. B. dein Gesicht und schenke dir ein kleines Lächeln und konzentriere dich auf die Muskelgruppen, die du gerade benötigst. Angespannte Gesichtszüge haben noch nie zum Erfolg geführt. Naja, höchstens bei Schauspielern 😉

Atmung vertiefen

Nutze eine der vielen Atemtechniken, die deinen Atem beruhigen. Auf der biologischen Ebene, stimuliert die tiefe Atmung den Parasympathikus, der die Steuerung der Entspannung übernimmt.

Atme möglichst tief und gleichmäßig. Ideal dafür ist die Ujjayi-Atmung während der Yoga-Praxis. Hier wird die Kehle sanft eingeengt, so entsteht dieser rauschende Ton und der Atem wird so verlängert.

Aufgeregt vor einer Besprechung, einem Vortrag oder der nächsten Gehaltsverhandlung? Hier empfehle ich dir die Wechselatmung Nadi Shodana.

Einige weitere Atemübungen findest du auch in der Kategorie: Atmung

Spüre deine Füße

Und damit meine ich nicht, die Füße anzufassen, sondern die Verbindung deiner Füße zum Boden wahrzunehmen. Wenn du längere Zeit Yoga übst, wirst du auch im Alltag merken, wie du dich über die Füße erdest. Das gibt dir Sicherheit und Stabilität und signalisiert deinem Körper, dass du bereit bist für die nächsten Aktionen. Konzentriere dich darauf die Außenkante der Fersen und den Ballen unter deinem großen Zehen in den Boden zu drücken. Das aktiviert das Fußgewölbe, die Beine, den Beckenboden, den Bauch und richtet deinen unteren Rücken aus. Mehr zum Thema Füße findest du hier .

Reize von außen abschalten

Smartphones sind heutzutage allgegenwärtig, leider sogar manchmal  auf der Yogamatte. Das ist auch mal(!) okay das Handy auf lautlos an der Matte liegen zu lassen, wenn das Kind krank zu Hause ist und du trotzdem zum Yoga-Unterricht kommen willst. Aber ansonsten wollen wir uns ja auf uns konzentrieren und entspannen. Das geht aber nur, wenn wir alle Ablenkungen vermeiden.

Weg mit der Perfektion und übersteigerten Vorstellungen

In unserer Gesellschaft geht es meist darum Ergebnisse, oder Ziele zu erreichen. Das fängt spätestens in der Grundschule, wenn man an die klassischen Schulsysteme denkt, an. Dieses Streben einmal loszulassen fällt uns in zunehmendem Alter schwer, weil wir so sehr darauf konditioniert sind. Im Yoga nennen wir das „Anhaften“ und wenn wir zu sehr an der Perfektion oder dem Ziel anhaften, führt das zu Leid und Unglück. Also das Gegenteil von Entspannung.

Oft denken wir, nur wenn ich diese oder jene Yoga-Übung kann, dann bin ich ein guter Yogi. Leider weit gefehlt.

Wenn wir Yoga des reinen Übens willen machen, also aus unserem Herzen heraus üben, dann werden wir viel entspannter und mit weit mehr Spaß üben und schneller Fortschritte machen.

Schritt für Schritt

Wenn du bei einem Spaziergang ein klares Ziel hast und dich nur darauf konzentrierst, dann kann es sein, dass du auf dem Weg dorthin die kleinen Blumen und die anderen schönen Dinge am Wegesrand übersiehst.

Wenn du herabschauender Hund liest, dann denkst du sofort an die finale Pose, bei der die Hände fest in den Boden drücken, die Fersen in Richtung Boden streben, Arme und Rücken sich strecken und das Gesäß nach oben zur Decke schiebt. Aber was ist mit dem Weg dorthin?

Der Übergang von A nach B ist ein Teil der Yoga-Übung und trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, wie die Asana wirkt. Stell dir vielmehr vor, was du alles tun musst, um in der Position anzukommen und fühle in deinen Körper während du die einzelnen Aktionen ausführst. So kann sich eine Yoga-Übung optimal entfalten.

Bleibe auf deiner Yogamatte

Sobald du aufhörst, dich mit deinem Mattennachbarn zu vergleichen, wirst du dich sofort etwas mehr entspannen. Gerade als Yoga-Anfänger macht man oft den Fehler, den Blick zu den fortgeschrittenen Yogis zu werfen und all das was sie tun nachzumachen. Das wird dich nicht nur frustrieren und an deinen Kräften zehren, sondern mit etwas Pech auch eine Zerrung geben.

Mehr zu dem Thema findest du in einem meiner älteren Yoga-Artikel.

Bleib entspannt und gib niemals auf
Deine Diana

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