Was braucht man zur Entspannung?


Was braucht man zur Entspannung

Du bist gereizt, fühlst dich gestresst, getrieben? Wenn du diese innere Unruhe bei dir bemerkst, dann ist es Zeit für eine Entspannung. Aber weißt du überhaupt was dich richtig entspannt? Vielleicht denkst du spontan an Urlaub, an Meer oder an die Berge. Aber wer nicht gerade am Meer oder in den Bergen lebt, kann das schlecht ständig erleben.

Es ist wichtig, sich auch über den Tag verteilt immer wieder kleine Auszeiten zu gönnen, um zu entspannen. Der Schlaf, der bei den meisten von uns sicherlich zu kurz kommt, reicht meist nicht aus. Der sich über den Tag angestaute Stress wird während der Nachtruhe einfach nur weiter verarbeitet.

Es ist also sinnvoll und wertvoll unserem Körper auch im Alltag gezielte Pausen zur Ruhe zu gönnen, damit er sich regenerieren kann.

Wie kann man am besten entspannen?

Da wir Menschen alle verschieden sind, kann es durchaus sein, selbst wenn du dir eine ruhige Umgebung schaffst, dass es dir nicht gelingt zu entspannen. Vielleicht spürst du dein Herz rasen, ein Grummeln im Bauch und die ständig umherkreisenden Gedanken (Monkey Mind), so dass du innerlich nicht zur Ruhe kommst. Leider gibt es noch keinen Knopf am Körper, der für uns alles anhält.

Manche Menschen haben schlichtweg verlernt sich richtig zu entspannen. Bereits ab dem 1. Schuljahr stehen wir unter dem Leistungsdruck der Gesellschaft, der über das Berufsleben bis ins Rentenalter weitergeht. Ich kenne Rentner, die fast genauso gestresst sind wie eine 2-fache berufstätige Mutter. Aber du kannst wieder aufatmen, denn du kannst Entspannung auch wieder lernen.

Kaum kommt man zur Ruhe setzt diese fast unstillbare Unruhe ein. Vielleicht kannst du für dich analysieren woher deine Nervosität kommt. Kann es der Job sein? Probleme mit dem Partner oder der Familie? Gesundheitliche Einschränkungen?

Um diesen Druck gezielt zu bezwingen, sollte man die Entspannung bewusst wahrnehmen. Wenn man die Entspannung nicht bewusst fühlt, dann ist man nicht entspannt. Daher ist z. B. ein Action-Film im Fernsehen auch keine wirkliche Entspannung. Auch wenn der Körper äußerlich zur Ruhe kommt, fiebern wir innerlich mit, der Blutdruck steigt an, das Herz rast und wir sind von der innerlichen Entspannung womöglich weiter entfernt, als während der Arbeitszeit.

Momente des Nichtstuns kreieren

Du brauchst etwas Geduld und Disziplin, um das zu finden, was dich wirklich regeneriert. Vielleicht würde es dir reichen einfach mal ein paar Minuten die Augen zu schließen, um den Stress erst einmal wahrzunehmen und ihn dann regelrecht auszuatmen. Meist spürt man relativ schnell, wie sich innere Zufriedenheit und Harmonie einstellt.

Auch Yoga-Nidra oder Phantasiereisen können dir bei der Entspannung helfen. Vielleicht malst du auch lieber Mandalas. Es sollte eine Tätigkeit sein bei der es keinen wirklichen Nutzen gibt – außer der Entspannung

Anspannung – Entspannung (Progressive Muskelanspannung)

Wenn dir das zu ruhig ist, dann kannst du auch mal einzelne Körperteile gezielt anspannen und dann loslassen. Zuerst werden bestimmte Muskelgruppen angespannt (nicht zu stark, dass die Muskulatur zittert), dann hältst du diese Anspannung kurz und lässt dann wieder los. Achte bei der Anspannung darauf, dass der Atem weiter fließen kann und du ihn nicht anhältst. Die Entspannungsphase sollte mindestens doppelt so lange sein wie die Anspannungsphase (z.B. 5 Sekunden Anspannung zu 10 Sekunden Entspannung). Lass dir also dabei richtig viel Zeit.

Beginne bei deiner rechten Hand. Balle sie zur Faust, spüre die Spannung in der Hand und in den Fingern, halte die Spannung und lass dann wieder los. Gehe dann weiter zum Unterarm und Oberarm. Dann wechsle zur linken Hand. Vom linken Arm gehst du dann weiter zum rechten Bein (Oberschenkel, Unterschenkel, Fuß) dann zum linken Bein. Dann zum Po, Bauch und dann das Gesicht.

Die Entspannung beim Yoga

Die tiefe Entspannung – Savasana gehört zur jeder Yoga-Stunde dazu und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden, denn es ist das Schönste in das man sich einfach hineinsinken lassen kann. Einer Yoga-Stunde ohne Savasana fehlt etwas.

Was passiert während der Entspannung?

In der Entspannung verteilt sich die durch die vorangegangene Yoga-Praxis entstandene Energie (Prana) im Körper. Weiterhin baut der Körper Stresshormone ab und das Immunsystem wird gestärkt.

Du selbst brauchst dazu nichts zu tun. Und die Betonung liegt auf „nichts“, d.h. unterlasse alle Bewegungen, selbst das Kratzen an der Nase. Lass deine Gedanken ziehen, lass alle Gefühle los und genieße es „beatmet“ zu werden. In diesem Zustand der Entspannung wird der Atem flacher und ganz leise werden. Dieses Nichtstun kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Wie baue ich Entspannung in den Alltag ein?

Mit ein bisschen Zeitmanagement fällt es leichter diese Zeiten auch einzuhalten. Plane in deinen Kalender bewusst 10 oder 15 Minuten ein, an denen du dir Zeit für dich und deine Entspannung nimmst oder verknüpfe sie mit bestimmten Ritualen, z. B. immer wenn du zur Toilette gehst, nimmst du dir danach ein paar Minuten Zeit oder immer wenn du ein Glas Wasser ausgetrunken hast, oder oder oder.

Wenn du mehr Zeit hast, kannst du auch einen ganzen Tag am Wochenende dem Nichtstun widmen. Keine Termine vereinbaren. Genüsslich ohne Wecker ausschlafen. Und dann spontan entscheiden worauf du, bzw. dein Körper Lust hat. Steht es dir nach Bewegung, mache doch einen Spaziergang in der Natur. Deine Sinne werden sich freuen. Beobachte mal bewusst was du siehst, riechst, hörst und fühlst.

Du willst lieber Ausruhen? Dann lege dich aufs Sofa und höre Entspannungsmusik oder du gehst in die Sauna, wenn du das magst. Auch Yin-Yoga oder restauratives Yoga können dich entspannen.

Ganz egal, ob du dich für ein paar Minuten oder einen ganzen Tag entspannen möchtest, schalte dein Smartphone auf Flugmodus oder am besten ganz aus, so dass du dich voll und ganz auf dich konzentrieren kannst.

Wer immer und ständig erreichbar ist, hat es viel schwerer zu seine Mitte und Ruhe zu finden.

Was ist deine Zauberformel für die perfekte Entspannung?

Namasté
Deine Diana

Ähnliche Artikel:

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.