Was bedeutet „ein Vinyasa machen“?


Was ist ein Vinyasa?

Viele Yogalehrer verwenden den Ausdruck „mach ein Vinyasa“ innerhalb einer Abfolge, bevor dann eine neue Yoga-Sequenz beginnt. Gerade für Anfänger kann das etwas verwirrend sein. Da ich das auch verwende und letztens von einer Schülerin dazu befragt wurde, kommt heute die Aufklärung.

Der Ausdruck Vinyasa wird häufig in Yoga-Klassen benutzt, die im „Flow“ unterrichtet werden, d.h. pro Atemzug eine Bewegung. Das sind z.B. Ashtanga-Yoga, Power-Yoga, Flow-Yoga, oder auch Vinyasa-Yoga.

Vinyasa besteht eigentlich aus zwei Wörtern und hat ihren Ursprung in der alten indischen Sprache Sanskrit. „vi“ heißt in besonderer Weise“ und „nyasa “ bedeutet platzieren. Dies bedeutet, dass wir unsere Bewegungen auf eine besondere, kontrollierte und bewusste Weise ausführen. Das ist erstmal unabhängig von der Yoga-Richtung, die wir praktizieren

Woraus besteht ein Vinyasa?

Ein Vinyasa besteht aus den Yoga-Übungen (Asanas): Chaturanga – aufwärtsgerichteter Hund oder nach oben schauender Hund- abwärtsschauender Hund oder nach unten schauender Hund.

Kann man ein Vinyasa vereinfachen?

Ja, man kann das Vinyasa auch etwas vereinfachen und macht statt Chaturanga einen Liegestütz mit abgesenkten Knien und statt dem aufwärtsgerichteten Hund eine Kobra. Das braucht nicht ganz so viel Kraft und man kann sich langsam ran tasten.

Warum macht man ein Vinyasa?

Es gibt viele Gründe, ein Vinyasa zu machen. Was wir auf der einen Seite unseres Körpers üben, üben wir auch immer auf der anderen Seite. Dies bringt Gleichgewicht in Körper und in die Wirbelsäule.

Es ist angenehm, ein Vinyasa nach einer Reihe von Asanas auf einer Körperseite auszuführen, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, zu neutralisieren, bevor es auf die andere Seite weitergeht. Es hilft dem Körper, die Informationen von der ersten Seite zu absorbieren und eventuelle Fehlausrichtungen zu beseitigen. Ein Vinyasa hilft auch den Körper warm und geschmeidig zu halten.

Wann solltest du KEIN Vinyasa machen?

Wenn du dich als Yoga-Schüler überhitzt oder müde fühlst, dann lass einfach das Vinyasa aus und bleibe im herabschauenden Hund. Daher ist „mach gerne ein Vinyasa“ immer eine Option und kein Muss.

Der Sinn eines Vinyasa besteht darin, jede Bewegung mit deinem Atem einzurahmen. Der Atem beginnt, dann startet die Bewegung, die Bewegung endet mit der Ausatmung. Auf diese Weise bleibst du fokussiert und schenkst deinem Körper die volle Aufmerksamkeit

Vinyasa im Alltag

Auch dein ganzer Tag kann somit ein Vinyasa sein, solange alles was du tust mit dem Atem verbunden ist. Schenke allen deinen Handlungen deine volle Aufmerksamkeit und verbinde sie mit dem Atem. Das ist echtes Yoga!

Hast du noch andere Begriffe, die du gerne mal erklärt bekommen würdest? Dann schreibe gerne einen Kommentar.

Namasté
Deine Diana

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.